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Rhein gibt Geheimnisse preis: Autowracks aus dem Flussbett geborgen
19. August 2026

Das Rekordniedrigwasser im Rhein legt Erstaunliches frei: ein Fiat 126 aus den 70ern und ein 2014 gestohlener Toyota Yaris wurden aus dem Fluss geborgen.

Was der Rhein so alles versteckt hat

Das Rekordniedrigwasser im Rhein sorgt gerade für echte Wow-Momente – und die haben es in sich! In den vergangenen Wochen tauchten bereits mögliche Überreste eines römischen Hafens, Schiffswracks und sogar Weltkriegsmunition auf. Jetzt legt der sinkende Pegel noch mehr frei: gleich zwei Autowracks haben ihren Weg zurück ans Licht gefunden. Und die Geschichten dahinter sind mindestens genauso spannend wie der Fund selbst.1

Ein Fiat 126 aus längst vergangenen Zeiten

Bereits am 3. August entdeckten Kräfte der Feuerwehr in Königswinter an einer Slipstelle – also einer Wasserungsstelle für Einsatzboote – ein Autowrack im Rhein. Geborgen wurde es dann am 18. August. Bei dem stark beschädigten Fahrzeug handelte es sich um einen Fiat 126, vermutlich ein Modell aus der Produktionszeit zwischen 1976 und 1984.1

Der Zustand des Kleinwagens? Absolut desolat. Durch die starke Korrosion waren keinerlei Hinweise auf den letzten Besitzer mehr erkennbar. Wie lange der kleine Fiat schon auf dem Grund des Rheins lag, lässt sich nicht genau sagen – aber die Vermutung ist: schon viele, viele Jahre. Ein echter Zeitzeuge aus einer anderen Ära, der da unten still vor sich hin gerostet hat.1

Ein gestohlener Toyota Yaris mit krimineller Vergangenheit

Etwas „frischer“, aber nicht weniger kurios ist der zweite Fund: Bei Wassertiefenmessungen des Wasserschifffahrtsamts wurde in Köln bei Rhein-Kilometer 710 ein weiteres Wrack entdeckt. Am 12. August wurde dort ein Toyota Yaris aus dem Wasser geborgen.1

Die anschließenden Ermittlungen brachten eine überraschende Erkenntnis: Das Fahrzeug war im Juni 2014 gestohlen worden – der Diebstahl liegt damit ganze 12 Jahre zurück! Irgendwann nach dem Diebstahl muss der Yaris im Rhein gelandet sein, wo er seitdem unentdeckt auf dem Grund lag. Wie ist das in meinen – äh, in den Rhein gekommen? Das bleibt wohl für immer ein Geheimnis.1

Keine Hinweise auf ernstere Verbrechen

Die Polizei Duisburg gibt Entwarnung: Hinweise auf Kapitaldelikte oder Vermisstenfälle lagen bei keinem der beiden Funde vor. Die beiden Autowracks – inzwischen liebevoll „Autoleichen“ genannt – dürfen jetzt fachgerecht entsorgt werden.1

Was bleibt, ist das Staunen darüber, was der Rhein bei Niedrigwasser so alles preisgibt. Römische Hafenanlagen, alte Munition, Schiffswracks – und jetzt eben auch zwei Autos mit einer ganz eigenen Geschichte. Wer weiß, was der Fluss noch so alles in sich trägt? Der Rhein hat definitiv mehr Geheimnisse als man denkt – und das Niedrigwasser macht sie gerade Stück für Stück sichtbar.1

Quellen

  1. POL-DU: Köln/Königswinter/Duisburg: Rhein gibt Geheimnisse preis – Autowracks entdeckt – Presseportal / Polizei Duisburg


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