Schatzsucher Carsten Konze hat im trockenen Rhein in Köln eine über 600 Jahre alte Münze gefunden. Was er sonst noch entdeckte, ist kaum zu glauben!
Stell dir vor, du läufst durch ein Flussbett, das normalerweise mehrere Meter unter Wasser liegt – und plötzlich hältst du eine Münze aus dem 15. Jahrhundert in der Hand. Genau das ist Carsten Konze passiert, besser bekannt als der „German Treasure Hunter“. Das extreme Niedrigwasser des Rheins hat in Köln Flächen freigelegt, die seit Jahrzehnten kein Mensch betreten hat. Und Konze hat keine Sekunde gezögert.1
Der 49-jährige Kölner Schatzsucher verbrachte zwölf Stunden in der Hitze, den Metalldetektor über Steine und Schlick ziehend – und das mitten im Rhein, auf Höhe der Bastei. Sein eigentliches Ziel war dabei ein ganz konkretes Stück Zeitgeschichte: die sogenannte Patton Bridge. Diese Behelfsbrücke wurde von den Amerikanern am Ende des Zweiten Weltkriegs errichtet, weil alle Kölner Rheinbrücken zerstört worden waren. Mithilfe alter Karten aus dem Landesarchiv Nordrhein-Westfalen und GPS-Daten machte sich Konze auf die Suche nach den Überresten dieser historischen Konstruktion.1
„Durch das Niedrigwasser werden aktuell Flächen zugänglich, die man vorher nicht betreten konnte, die man nicht absuchen konnte, weil man bis über den Kopf im Wasser gestanden hätte“, erklärte Konze seinen Followern. Das Video, das er am 21. August auf YouTube veröffentlichte, verzeichnete binnen weniger Stunden Zehntausende Abrufe.1
Wichtig zu wissen: Konze hat sich vor der Suche eine offizielle Genehmigung der Stadt Köln eingeholt – ohne die läuft da gar nichts. Und er warnt eindringlich davor, es ihm gleichzutun, denn im Rheinsediment lauern echte Gefahren. Zwischen alten Zangen, Kabeln und einem Handy fand er auch den Führungsring einer Granate und sogar den Zünder eines Kampfmittels aus dem Jahr 1943. „Bitte nicht nachmachen! Auch ein Zünder kann noch gefährlich sein!“, so seine klare Ansage.1
Doch dann kam der Moment, der alles in den Schatten stellte. Zwischen einer Patrone, einem Schweizer Franken von 1969 und einem mutmaßlichen Fahrradschlüssel tauchte plötzlich eine alte Münze auf – und Konze erkannte sofort, dass das etwas Besonderes war. Die noch gut sichtbare Krone auf dem Fundstück ließ ihn auf das 15. Jahrhundert schließen. Die Münze wäre damit über 600 Jahre alt.1
„Ich bin echt richtig happy! Mega gut!“, freute sich der Schatzsucher. Der Fund ist durch seine Genehmigung abgedeckt und soll dem zuständigen Amt gemeldet werden – eine offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus.1
Am Ende der kräftezehrenden Suchaktion stieß Konze zudem auf ein massives, schwer aus dem steinigen Untergrund zu lösendes Objekt. Er vermutet, dass es sich dabei um eine sogenannte Marston Mat handeln könnte – eine perforierte Stahlplatte aus Militärbeständen, wie sie historisch für Behelfsübergänge eingesetzt wurde. Ob das Objekt tatsächlich ein Überrest der gesuchten Kriegsbrücke ist, konnte in seinem Video noch nicht abschließend bestätigt werden.1
Die Geschichte von Carsten Konze zeigt, wie viel Geschichte der Rhein noch in sich trägt – und wie ein extremes Naturphänomen wie Niedrigwasser plötzlich Fenster in die Vergangenheit öffnen kann. Von mittelalterlichen Münzen bis hin zu Kriegsrelikten: Das Flussbett des Rheins ist ein echtes Archiv. Wer also das nächste Mal am Rheinufer spaziert, sollte vielleicht etwas genauer hinschauen – aber bitte ohne Metalldetektor und ohne Genehmigung bleibt der Schatz wo er ist!
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!