Die neue A1-Rheinbrücke kostet jetzt rund 1,6 Milliarden Euro – und die Leverkusener Politik läuft Sturm.
Eigentlich sollte die neue A1-Rheinbrücke zwischen Leverkusen und Köln die Lösung für eines der nervigsten Verkehrs-Probleme in der Region werden. Aber jetzt sorgt das Großprojekt für mächtig Wirbel – und zwar nicht wegen des Staus, sondern wegen explodierender Kosten. Die Autobahn GmbH rechnet inzwischen mit rund 1,6 Milliarden Euro für den Neubau. Deutlich mehr als ursprünglich geplant.1
Politikerinnen und Politiker aus Leverkusen sind alles andere als begeistert. Und sie haben gleich drei dicke Kritikpunkte auf dem Tisch:1
Die Grünen Leverkusen fordern deshalb eine grundsätzliche Debatte darüber, wie Infrastrukturprojekte künftig geplant werden. Ihr Fazit: besser, sinnvoller und näher am tatsächlichen Bedarf.1
Bundestagsabgeordnete Nyke Slawik sieht in der Kostensteigerung eine klare Mahnung: Sanierungen seien zwar notwendig – aber sie dürften nicht überdimensioniert werden. Das trifft den Kern der Debatte ziemlich gut.1
Auch Bundestagsabgeordneter Karl Lauterbach schlägt in dieselbe Kerbe. Er rechnet sogar damit, dass die Kosten noch weiter steigen könnten. Seine Botschaft ist eindeutig: Eine kleinere Lösung würde der Stadt weniger schaden und für das zu erwartende Verkehrsaufkommen völlig ausreichen.1
Klar ist: Die Diskussion um die neue A1-Rheinbrücke ist längst nicht mehr nur eine Frage des Verkehrs. Es geht um Geld, um Umwelt und darum, wie wir als Gesellschaft künftig große Infrastrukturprojekte angehen wollen. Leverkusen steht dabei gerade exemplarisch für eine Debatte, die ganz NRW betrifft. Bleibt abzuwarten, ob die Kritik aus der Politik am Ende tatsächlich etwas bewegt – oder ob der Bau einfach so rollt wie geplant. Wir halten dich auf antenne.nrw auf dem Laufenden!
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