Die Toten Hosen haben Münster mit 25.000 Fans zum Beben gebracht – ihr letztes Konzert in der Stadt war ein epischer Abschied mit Überraschungsgästen und…
Wann, wenn nicht jetzt? Am Mittwochabend (03.09.2026) haben die Toten Hosen ihr letztes Konzert in Münster gespielt – und dabei haben sie die ganze Stadt zum Beben gebracht. 25.000 Fans wollten ihre Helden ein allerletztes Mal live erleben, und die Band hat alles gegeben. Das war kein normales Konzert – das war ein Abschied für die Ewigkeit.1
Schon der Einstieg war Gänsehaut pur: Angekündigt wurden die Toten Hosen mit der Liverpooler Fußball-Hymne „You’ll Never Walk Alone“ – und wer weiß, dass das Campinos große Leidenschaft ist, hat da vielleicht schon die erste Träne verdrückt. Der erste Song? „Alles steht unter Strom, vom ersten bis zum letzten Ton.“ Passender geht’s einfach nicht.1
Aber die Hosen hatten noch mehr im Gepäck: Gleich zwei fette Überraschungen warteten auf die Fans. Erst holten sie Ingo Knollman von den Donots auf die Bühne, dann folgte Marian Gold von Alphaville – dessen Band übrigens kurz zuvor wegen politischer Aussagen vom „Glücksgefühle-Festival“ ausgeladen worden war.1 So ein Abend schreibt eben seine eigene Geschichte.
Auch die Vorbands hatten es in sich: Die Rockmusikerin Ina Bredehorn unter ihrem Bandnamen „Deine Cousine“ legte am frühen Abend los und brachte die Menge von Minute eins an zum Kochen. Danach heizten die Punker von „Gogol Bardello“ – extra aus Manhattan angereist – die Meute weiter auf. Wer da noch nicht in Feierlaune war, dem war einfach nicht zu helfen.1
Das Publikum war bunt gemischt – und das im besten Sinne! Münsteraner Studierende, die die Hosen vielleicht nur vom Wohnzimmerregal ihrer Eltern kennen, standen Schulter an Schulter mit Hardcore-Fans, die schon seit Jahrzehnten dabei sind. Miriam aus Spelle zum Beispiel hatte ihr erstes Hosen-Konzert schon vor 35 Jahren. Noch einer drauf? Eine Männergruppe aus Hoetmar war bereits am 25. April 1989 bei einem Konzert der Toten Hosen – damals zum Geburtstag eines Kumpels. Diesmal war die Band selbst Grund genug, sich den Abschiedsauftritt nicht entgehen zu lassen.1
Und ein bisschen Regen? Völlig egal! Die Stimmung war von Anfang an auf Anschlag, und auch die Anreise lief überraschend smooth: Viele kamen mit dem Fahrrad oder den Öffis, und die Polizei Münster meldete keine größeren Verkehrsprobleme – weder vor noch nach dem Konzert.1
21 Jahre lag das letzte große Hosen-Konzert in Münster zurück. Dieser Abschiedsgig war bereits der 13. Auftritt der Punklegenden in der Westfalenmetropole – und er war einer für die Geschichtsbücher. Bis zum bitteren, wunderschönen Ende haben die Hosen alle ihre großen Hits rausgehauen, Konfetti geregnet und das Publikum tobte.1
Zum Abschluss gab’s noch einmal „You’ll Never Walk Alone“, dann Applaus, Fangesänge und ein dickes Dankeschön der Band. Und als sich die 25.000 Fans auf den Heimweg machten, klang von der Bühne noch leise „Ich liebe das Leben“ – gecovert von Vicky Leandros – hinterher. Besser hätte man es nicht beenden können.1
Danke, Tote Hosen. Münster wird diesen Abend niemals vergessen.
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