Produkttester-Jobs klingen verlockend, enden aber oft mit Geldwäsche-Ermittlungen. Was im Märkischen Kreis passiert ist und wie du dich schützt.
Bequem vom Sofa aus Geld verdienen, einfach ein paar Bankkonten „testen“ und dafür kassieren? Klingt zu schön, um wahr zu sein – und das ist es auch. Die Polizei im Märkischen Kreis warnt gerade eindringlich vor solchen sogenannten „Produkttester“-Jobs, die im Internet und über Messenger-Dienste kursieren. Was dabei rauskommt, ist alles andere als ein entspannter Nebenjob.1
Ein konkreter Fall zeigt, wie gefährlich das Ganze werden kann: Ein 24-jähriger Iserlohner war auf ein Job-Angebot eingegangen, bei dem er angeblich die Eröffnung von Bankkonten „testen“ sollte – natürlich auf seinen eigenen Namen. Was dann passierte? Über genau diese Konten liefen diverse Geldzahlungen, die allesamt einen kriminellen Hintergrund haben dürften. Das Ergebnis: Ermittlungen gegen den 24-Jährigen wegen Geldwäsche. Und das Ende der Geschichte ist noch nicht mal in Sicht – inzwischen hat er auch noch eine Geldforderung im Briefkasten gehabt.1
Das Perfide daran: Die Betrüger haben den jungen Mann nie persönlich kennengelernt. Er hat lediglich eine Kopie seines Personalausweises per Mail oder Messenger verschickt – und damit den Tätern Tür und Tor geöffnet. Mit diesen Daten können die Kriminellen noch jahrelang Unheil anrichten, während das eigentliche Opfer selbst ins Visier der Ermittlungsbehörden gerät.1
Die Polizei macht das unmissverständlich klar – und wir schließen uns da voll an. Wer auf solche Angebote reinfällt, landet schnell selbst auf der Anklagebank. Das sind die wichtigsten Warnsignale, auf die du achten solltest:
Falls dir so ein Angebot über den Weg läuft: Sofort löschen und im Zweifel bei der Polizei melden!1
Der Produkttester-Betrug war nicht das Einzige, was die Polizei im Märkischen Kreis zuletzt beschäftigt hat. Zwischen dem 28. August und einem Dienstagabend brachen Unbekannte in die Werkstatt einer Firma Im Boden ein und stahlen mehrere Elektrowerkzeuge der Marke Makita. Die Polizei bittet in diesem Fall um Hinweise unter der Telefonnummer 9199-0.1
Außerdem wurde an der Heinrichsallee eine Geldbörse aus einem geparkten Passat gestohlen – die darin enthaltenen amtlichen Dokumente wurden zur Fahndung ausgeschrieben und die Bankkarte mit einer KUNO-Sperre belegt. Und an der Immermannstraße verschwand am Sonntag zwischen 18 und 20 Uhr ein E-Scooter vom Typ Segway Zt3P mit dem Versicherungskennzeichen 611HRK.1
Ob miese Job-Maschen oder klassische Diebstähle – die Kriminalität macht auch vor NRW nicht halt. Das Wichtigste: Vertrau deinem Bauchgefühl. Wenn ein Angebot zu gut klingt, ist es das meistens auch. Und deine persönlichen Daten – vor allem Ausweiskopien – gibst du niemals an Unbekannte weiter. Bleib schlau, bleib sicher!1
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