Köln kämpft mit dem neuen Mobilitäts-Cockpit MoCKiii gegen den Stau. Wie das System funktioniert und was es kostet, erfährst du hier.
Wer kennt’s nicht? Du sitzt im Auto, der Berufsverkehr in Köln steht mal wieder komplett still und du fragst dich, ob du jemals wieder nach Hause kommst. Genau das soll in Zukunft besser werden – denn die Stadt Köln hat ein neues digitales Werkzeug im Einsatz: das Mobilitäts-Cockpit, kurz MoCKiii. Und das klingt nicht nur spannend, sondern könnte den Alltag auf Kölns Straßen wirklich verändern.1
Das Mobilitäts-Cockpit bündelt verschiedene Mobilitäts- und Umweltdaten an einem Ort und macht sie sichtbar. Das Ziel: Überlastungen im Straßennetz frühzeitig erkennen, bevor der Stau überhaupt so richtig losgeht. Und das Beste daran? MoCKiii schaut nicht nur auf Autos. Auch Fußgänger, Fahrräder sowie Busse und Bahnen fließen in die Analyse mit ein.1
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat im Rahmen des Projekts ein System zur täglichen Berechnung des sogenannten Modal Splits entwickelt. Damit lässt sich beobachten, wie sich die Nutzung der verschiedenen Verkehrsmittel über die Zeit verändert – also ob die Kölnerinnen und Kölner mehr aufs Rad umsteigen oder doch lieber ins Auto springen.1
Der entscheidende Punkt: Die Infos sollen nicht einfach auf einem Bildschirm verschwinden. Wenn das System eine kritische Verkehrslage erkennt, können die Verantwortlichen im Verkehrsmanagement direkt eingreifen. Projektleiter Martin Haerst von der Stadt Köln erklärt das so:
„Diese neue Technik ermöglicht es uns, dass wir nun den Blick weiten, um sich das gesamte städtische Straßennetz anzuschauen. So können wir schauen, wie es auf Nebenstraßen aussieht. So können wir möglicherweise den Verkehr verlagern, um die Menschen schnell aus dem Stau herauszuleiten.“1
Klingt nach einem echten Game-Changer für alle, die täglich durch Köln pendeln, oder?
MoCKiii war zunächst ein gefördertes Entwicklungsprojekt. Die Entwicklungskosten liegen nach Angaben der Stadt bei rund 4,1 Millionen Euro. Davon hat das Bundesverkehrsministerium 2,7 Millionen Euro übernommen. Neben der Stadt Köln waren unter anderem das DLR sowie weitere Unternehmen und Projektpartner an der Entwicklung beteiligt.1
Die Förderphase ist abgeschlossen – MoCKiii geht jetzt in den dauerhaften Betrieb beim Amt für Verkehrsmanagement. Der Praxistest beginnt also genau jetzt. Ob das System wirklich dabei hilft, Staus aufzulösen und den Verkehrsfluss in Köln spürbar zu verbessern, wird sich im Alltag zeigen müssen.1
Für alle Pendlerinnen und Pendler in NRW bleibt die Hoffnung: Wenn Köln mit MoCKiii Erfolg hat, könnte das Modell auch für andere Städte interessant werden. Wir bleiben für euch dran – aktuelle Verkehrs-News aus NRW gibt’s wie immer bei Antenne NRW!
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