Ein 77-Jähriger aus Kranenburg wurde Opfer eines Telefonbetrugs durch einen falschen Microsoft-Mitarbeiter. Wie die Masche läuft und wie du dich schützt.
Es klingt wie eine moderne Horrorgeschichte für alle, die viel am Computer sitzen – und leider ist es genau das passiert: Ein 77-Jähriger aus Kranenburg wurde am Mittwoch, dem 9. September 2026, Opfer eines perfiden Telefonbetrugs. Der Mann arbeitete gerade ganz normal an seinem Laptop, als plötzlich mehrere Fenster mit nicht jugendfreien Inhalten auf seinem Bildschirm auftauchten. Danach erschien ein Fenster mit dem Windows-Logo – inklusive einer eingeblendeten Telefonnummer. Der Senior dachte, sein Gerät sei gehackt worden, und rief die Nummer an. Genau darauf hatten die Betrüger gewartet.1
Der Mann am anderen Ende der Leitung gab sich als hilfreicher Techniker aus und verschaffte sich während des Gesprächs Fernzugriff auf den Laptop des Seniors. Durch ein ausgeklügeltes Lügennetz gelang es dem Betrüger dann auch noch, auf das Online-Konto des 77-Jährigen zuzugreifen. Das Ergebnis: Ein niedriger vierstelliger Betrag wurde unrechtmäßig vom Konto abgebucht.1
Wie ist das in meinen Warenkorb gekommen? – So ähnlich muss sich der Senior wohl gefühlt haben, als er merkte, was gerade passiert war. Denn die Masche ist so raffiniert, dass man schnell reinfallen kann, wenn man nicht weiß, wie echte IT-Unternehmen arbeiten.
Hier kommt das Wichtigste für dich: Microsoft, Windows oder andere seriöse Tech-Unternehmen nehmen niemals unaufgefordert Kontakt mit dir auf, um auf deinen Computer zuzugreifen oder Zugangsdaten abzufragen. Solche Pop-ups mit Telefonnummern sind ein klassisches Warnsignal für Betrug.1
Falls du oder jemand, den du kennst, auf eine solche Masche hereingefallen ist, gilt: Sofort handeln! Trenne die Internetverbindung, ändere alle Passwörter von einem sicheren Gerät aus und informiere deine Bank, um mögliche Abbuchungen zu stoppen. Danach unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten.1 Die Kreispolizeibehörde Kleve ist unter der Telefonnummer 02821 504 1111 oder per E-Mail an pressestelle.kleve@polizei.nrw.de erreichbar.1
Diese Betrugsmasche trifft leider besonders häufig ältere Menschen, die vielleicht weniger vertraut mit solchen Tricks sind. Deshalb: Erzähl deinen Eltern, Großeltern oder Nachbarn davon! Je mehr Menschen über diese Maschen Bescheid wissen, desto schwerer haben es die Betrüger. Bleib wachsam – und denk dran: Ein echter Microsoft-Mitarbeiter ruft dich niemals ungefragt an.1
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