In Frechen erschoss ein 68-Jähriger laut Anklage seine kranke Partnerin. Jetzt läuft der Totschlag-Prozess am Landgericht Köln – alle Infos zum Fall.
Ein Fall, der erschüttert: Vor dem Landgericht Köln hat am Freitag (11.09.) der Prozess gegen einen 68-jährigen Mann aus Frechen begonnen. Die Anklage lautet auf Totschlag – denn laut Staatsanwaltschaft soll er im April seine 58-jährige Partnerin in der gemeinsamen Wohnung erschossen haben.1
Die Vorwürfe sind schwer. Laut Anklage litt die 58-Jährige an einer psychischen Erkrankung und hatte am Morgen der Tat den Wunsch geäußert, zu sterben. Der Angeklagte soll ihr trotz ihrer fehlenden Entscheidungsfähigkeit einige Stunden später angeboten haben, ihr mit einer Pistole in den Mund zu schießen. Die Frau soll dem mit einem Nicken zugestimmt haben.1
Nach dem Schuss soll der 68-Jährige den Notruf gewählt haben. Eine Reanimation blieb erfolglos – die 58-Jährige starb später in einer Klinik.1
Der Prozess ist auf insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt. Was genau in jener Wohnung in Frechen geschah und wie das Gericht die Entscheidungsfähigkeit der Frau sowie die Verantwortung des Angeklagten bewertet, soll in den kommenden Verhandlungstagen geklärt werden.1
Ein Fall, der viele Fragen aufwirft – und der zeigt, wie komplex das Thema psychische Erkrankung, Einwilligung und strafrechtliche Verantwortung sein kann. Wir halten euch auf dem Laufenden, wie sich der Prozess entwickelt.
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