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Gänsehaut in der Kölner Philharmonie: Mahlers Neunte als Highlight der Saison
13. September 2026

Philipp von Steinaecker begeisterte mit Mahlers neunter Sinfonie in der Kölner Philharmonie – warum dieser Abend ein echtes Highlight der Saison war.

Ein Abend, der unter die Haut geht

Manchmal passiert in einem Konzertsaal etwas, das man so schnell nicht vergisst. Genau das ist in der Kölner Philharmonie passiert – und wenn du Fan von richtig guter Klassik bist, wirst du dir wünschen, dabei gewesen zu sein. Cellist und Dirigent Philipp von Steinaecker hat mit dem Mahler Academy Orchestra Mahlers neunte Sinfonie aufgeführt – und das war laut Kritikern ein echtes Glanzlicht der noch jungen Saison.1

Wer steckt hinter diesem besonderen Abend?

Philipp von Steinaecker ist nicht nur Cellist, sondern auch Dirigent – und vor allem ein absoluter Mahler-Nerd im besten Sinne. Seine Mission: das gesamte sinfonische Werk von Gustav Mahler erarbeiten, und zwar in Toblach, wo einst das sogenannte „Komponierhäusl“ des Meisters stand. Das klingt schon mal nach einer ordentlichen Portion Leidenschaft, oder?1

Das Mahler Academy Orchestra, das aus dem italienischen Bozen stammt, besteht aus einer spannenden Mischung: exzellente Jungmusiker treffen auf erfahrene alte Hasen. Gemeinsam nähern sie sich Mahler auf historischen Instrumenten der Wiener Moderne um 1900 – inklusive historischer Spielweisen. Die Neunte liegt übrigens seit 2022 bereits auf CD vor.1

Was macht diesen Mahler-Sound so besonders?

Wer jetzt denkt: „Klassik ist Klassik“ – weit gefehlt! Dieser Klang klingt anders als das, was man aus klassischen Traditionsaufnahmen kennt. Ein paar Highlights des besonderen Sounds:1

  • Vibratoarmes, schlankes Spiel der Streicher
  • Miauende Portamenti – ja, das klingt so außergewöhnlich, wie es sich liest
  • Giftig gackernde Fagotte
  • Ein insgesamt gut belüfteter, beweglicher und teils kammermusikalisch transparenter Klang

Grundstürzend revolutionär ist dieser Sound vielleicht nicht – aber er hat definitiv seinen ganz eigenen Charakter, der einen nicht loslässt.1

Der Moment, der den Saal zum Schweigen brachte

Steinaecker ist kein Mann der spektakulären Extreme – und genau das macht seinen Ansatz so stark. Im vierten und letzten Satz, dem langsamen Finale, zeigte er sich gemeinsam mit seinem Orchester als hochbewusster Gestalter des Zerfalls. Die Streicher realisierten das allmähliche Erlöschen der Musik mit einer geradezu magischen Klangschönheit in den höchsten Registern – einer Intensität des ganz Leisen, die man nicht oft erlebt.1

Und dann: Stille. Minutenlang. Kein Husten, kein Rascheln, nichts. Das Publikum in der Kölner Philharmonie saß wie gebannt – ein untrügliches Zeichen dafür, dass dieser Abend etwas Besonderes war. Die Botschaft kam unmissverständlich an.1

Fazit: Klassik kann so mitreißend sein

Dieser Konzertabend in der Kölner Philharmonie zeigt, dass Klassik alles andere als verstaubt ist. Wenn Leidenschaft, historisches Bewusstsein und echtes musikalisches Gespür zusammenkommen, entsteht etwas, das einen noch lange nach dem letzten Ton beschäftigt. Steinaeckers Mahler-Passion ist jederzeit spürbar – und genau das macht den Unterschied. Wer die nächste Gelegenheit bekommt, das Mahler Academy Orchestra live zu erleben: hingehen, unbedingt!1

Quellen

  1. Kölner Philharmonie: Glanzlicht der noch jungen Saison – Kölnische Rundschau


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