In Hürth trägt jetzt eine Straße den Namen der ukrainischen Partnerstadt Peremyschljany – ein starkes Symbol der Freundschaft nach fünf Jahren…
Straßenschilder sind eigentlich ziemlich unspektakulär – bis sie plötzlich eine echte Geschichte erzählen. In Hürth ist genau das passiert: An einem Abzweig vom Kreisverkehr Luxemburger Straße/Hürther Bogen hängt jetzt ein nagelneues Straßenschild, das den Namen der ukrainischen Partnerstadt Peremyschljany trägt. Die Enthüllung war nicht nur ein symbolischer Akt, sondern ein echtes Zeichen der Verbundenheit zwischen zwei Städten, die durch den Krieg noch enger zusammengewachsen sind.1
Vor fünf Jahren haben Hürth und Peremyschljany im Westen der Ukraine offiziell eine Städtepartnerschaft besiegelt. Was damals als freundschaftlicher Akt begann, hat durch den russischen Angriff auf die Ukraine eine ganz neue Bedeutung bekommen. Die Partnerschaft hat sich seitdem deutlich vertieft: Hürth unterstützt die Menschen in Peremyschljany mit Hilfsgütern, medizinischer Ausstattung und Generatoren.1
Bürgermeister Dirk Breuer brachte es bei der Enthüllung auf den Punkt: „Straßen sind viel mehr als Wege der Fortbewegung. Sie dienen auch als Verbindung zwischen Menschen und zwischen Städten.“ Und der ukrainische Bürgermeister Oleksandr Zozulya – dem eine Übersetzerin zur Seite stand – richtete bewegende Worte an die Hürtherinnen und Hürther: „Der Krieg zeigt, dass wir in Hürth echte Freunde haben und auf Hilfe in einer schweren Zeit zählen können.“1
Das Straßenschild war übrigens nur ein Highlight von vielen – das gesamte Wochenende stand in Hürth ganz im Zeichen der Städtepartnerschaften. Neben Oleksandr Zozulya aus Peremyschljany waren auch zwei weitere Bürgermeister zu Gast:1
Das Programm ließ sich sehen: Nach einem Besuch im AI Village, der Böhm-Chapel und einer Wanderung ab Kendenich wurden die Gäste auf der Feuer- und Rettungswache mit Musik von den Blechbläsern der Josef-Metternich-Musikschule empfangen. On top gab es noch einen Besuch im Bonner Haus der Geschichte.1
Bürgermeister Breuer ließ die Schilder-Enthüllung mit einem irischen Segen ausklingen, der eigentlich perfekter nicht hätte passen können: „Möge die Straße uns zusammenführen.“ Genau das ist in Hürth gerade buchstäblich passiert – und die neue Peremyschljany-Straße ist das sichtbare Symbol dafür. Städtepartnerschaften sind eben kein verstaubtes Konzept aus dem letzten Jahrhundert, sondern können – gerade in Krisenzeiten – echte Lebenslinien sein. Hürth macht das gerade auf beeindruckende Weise vor.1
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