An der Groov in Köln-Zündorf beginnt die Sanierung der Ufermauer – mit Brutröhren für Eisvögel direkt im Beton. So wird Naturschutz in Köln wirklich gelebt!
Hast du schon mal einen Eisvogel gesehen? Diese kleinen, leuchtend blauen Vögel sind echte Hingucker – und an der Groov in Köln-Zündorf sind sie zuhause. Jetzt gibt es richtig gute Neuigkeiten: Beim Wiederaufbau der maroden Ufermauer wurde extra an die gefiederten Bewohner gedacht. Die Arbeiten haben offiziell begonnen – und die Eisvögel bekommen sogar feste Brutröhren in der neuen Mauer.1
Die Ufermauer an der Groov war in einem richtig schlechten Zustand. Lange Risse, große Löcher, bröckelndes Gemäuer – kurz gesagt: ein echtes Sicherheitsrisiko. Untersuchungen ergaben, dass nur eine grundlegende Sanierung helfen konnte, weil die Gefahr bestand, dass die Mauer plötzlich einstürzt und Spaziergänger mit in die Tiefe reißt.1
Für die neue Konstruktion musste sogar das historische Teehaus am Ufer des verlandeten Rheinarms abgerissen werden – und auch die danebenstehende Trauerweide fiel der Säge zum Opfer. Lange Zeit tat sich an dem Ort gar nichts, doch jetzt sind die ersten Betonfertigteile mit schweren Lastwagen angeliefert worden und die Arbeiten laufen sichtbar an.1
Sabine Wotzlaw vom Presseamt der Stadt Köln erklärt, was genau für die Tiere getan wird: „In die Mauer werden drei Eisvogelbrutröhren durch eine fachkundige Person eingelassen und dauerhaft erhalten. Es wurde zusätzlich eine Eisvogelniststation mit Lehmquader errichtet. In diese Station sind Initialgrabungen und künstliche Nisthilfen eingebracht worden.“1 Diese Fortpflanzungs- und Ruhestätte bleibt auch nach dem Abschluss der Bauarbeiten bestehen – bis sie irgendwann ganz natürlich wieder Teil der Natur wird.
Das ist besonders wichtig, weil Eisvögel bei guten Bedingungen sogar zweimal im Jahr brüten. Die kleinen Kraftpakete sind übrigens nur etwa 16 Zentimeter lang, wiegen bis zu 40 Gramm und kommen auf eine Flügelspannweite von rund 25 Zentimetern.1
Die Sorge um die Eisvögel war in der lokalen Community groß – und die war absolut berechtigt. Mitglieder des Angelvereins an der Groov hatten befürchtet, dass beim Wiederaufbau die Fugen der Mauer so verschmiert werden könnten, dass die Vögel keine Niststätte mehr finden. Zum Glück wurde diese Sorge ernst genommen.1
Auch Paul und Angelika Fenna, Inhaber des bekannten Cafés Daisy an der Groov, sind erleichtert. Beim Spaziergang mit Tibet-Terrier Coco hatten sie die Eisvögel am Gewässer immer wieder entdeckt und sich um ihr Schicksal gesorgt. „Wir freuen uns, dass beim Wiederaufbau an die streng geschützten Tiere gedacht wurde“, so Paul Fenna.1
Kein Wunder, dass sich die Eisvögel die Groov als Heimat ausgesucht haben: Laut Mitgliedern des Angelvereins leben im Gewässer eigentlich alle Süßwasserfische, die in heimischen Gewässern vorkommen – von zwei Zentimetern bis hin zu zwei Metern Länge. Und genau die kleinen Fische sind die ideale Mahlzeit für die Eisvögel, die dieses Buffet sehr zu schätzen wissen.1
Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die Vögel die neuen Bruthöhlen schnell entdecken und annehmen. Wer die Groov kennt, weiß: Ein Blick auf diesen bunten kleinen Taucher ist jedes Mal ein echtes Highlight – und dank des durchdachten Naturschutzes beim Mauerneubau soll das auch in Zukunft so bleiben. Daumen hoch für Köln-Zündorf! 🐦
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