Auf dem Spessartweg in Mettmann-Metzkausen wird der Schulweg für Kinder gefährlich. Die Polizei appelliert an mehr Rücksichtnahme von Rad- und…
Kennst du das Gefühl, wenn du morgens noch halb verschlafen zur Schule willst und plötzlich ein E-Scooter mit Vollgas an dir vorbeizischt? Genau das passiert regelmäßig auf dem Spessartweg in Mettmann-Metzkausen – und die Polizei macht jetzt ernst. Auf dem schmalen Weg zwischen Spessartstraße und Florastraße treffen täglich Schülerinnen und Schüler der Astrid-Lindgren-Grundschule und des Heinrich-Heine-Gymnasiums aufeinander. In den vergangenen Wochen haben sich bei der Polizei vermehrt Bürgerinnen und Bürger über das Verhalten von Rad- und E-Scooter-Fahrenden beschwert.1
Die Liste der Beschwerden ist lang. Laut Polizei geht es unter anderem um:1
Und hier kommt noch eine wichtige Info, die viele vielleicht gar nicht auf dem Schirm haben: Der Spessartweg ist als Gehweg ausgewiesen und nur für den Radverkehr freigegeben. Das bedeutet konkret – wer einen E-Scooter dabei hat, muss ihn schieben. Radfahrende müssen Fußgängerinnen und Fußgänger bevorzugen und mit Schrittgeschwindigkeit und besonderer Rücksichtnahme unterwegs sein.1
Bezirksdienstbeamtin Silke Stephan kennt die Situation auf dem Spessartweg genau – sie ist regelmäßig vor Ort und zuständig für die Schulwegsicherung in Metzkausen. Ihr Appell ist eindeutig: „Wer auf einem engen Schulweg unterwegs ist, muss jederzeit damit rechnen, dass ein Kind plötzlich die Richtung ändert oder langsamer unterwegs ist. Deshalb gilt: Geschwindigkeit rausnehmen, hintereinander fahren, ausreichend Abstand halten und Rücksicht nehmen.“1
Besonders die älteren Schülerinnen und Schüler stehen dabei in der Pflicht. Denn auf dem Spessartweg treffen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten auf Grundschulkinder – und die haben im Straßenverkehr noch deutlich weniger Erfahrung. Hier ist gegenseitige Rücksichtnahme keine Option, sondern ein Muss.1
Die Polizei hat zusammen mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium bereits aktiv gehandelt. Silke Stephan hat in jüngster Zeit mit allen neunten Klassen des Gymnasiums gesprochen – und zwar über konkrete Themen wie Geschwindigkeit, Vorfahrtsregeln, Smartphone-Nutzung während der Fahrt und das Fahren zu zweit auf E-Scootern. Zusätzlich soll ein Informationsbrief samt Flyer über das Gymnasium an Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 bis 12 sowie deren Eltern weitergegeben werden.1
Schon am Montag, dem 14. September 2026, hielt Silke Stephan direkt vor Ort zahlreiche Rad- und E-Scooter-Fahrende an und wies sie auf die Situation hin. Und das scheint gewirkt zu haben: Am darauffolgenden Dienstag am Zebrastreifen an der Florastraße musste sie nichts ahnden – die ersten Gespräche haben offenbar bereits Früchte getragen.1
Damit ist die Sache aber nicht erledigt. Die Polizei wird den Spessartweg auch in den kommenden Wochen besonders im Blick behalten. Silke Stphans Botschaft ist dabei glasklar: „Mir ist wichtig, dass die Jugendlichen verstehen, warum ihr Verhalten an dieser Stelle so entscheidend ist. Ich möchte nicht, dass sie nur dann vorsichtig fahren, wenn sie eine Polizeibeamtin sehen. Es geht darum, dauerhaft Rücksicht zu nehmen.“1
Also, kurz zusammengefasst: Runter mit der Geschwindigkeit, hintereinander fahren, Handy weglegen und die Kleinen im Blick behalten. Denn sicher ankommen ist immer wichtiger als schnell ankommen – auf dem Schulweg und überall sonst.1
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