Düsseldorfer Obdachlosenhilfe „Fiftyfifty“ kritisiert die Polizei nach einer Vorladung zur erkennungsdienstlichen Behandlung – Auslöser war ein Protest gegen…
Wer sich für andere einsetzt, rechnet nicht unbedingt damit, danach selbst ins Visier der Behörden zu geraten. Genau das ist aber Mitarbeitenden der Düsseldorfer Obdachlosenhilfe „Fiftyfifty“ passiert – und die Reaktion fällt deutlich aus: Sie sprechen von Einschüchterung.1
Nach einem Protest gegen die AfD wurden Mitarbeitende der Organisation „Fiftyfifty“ von der Polizei Düsseldorf vorgeladen – zur erkennungsdienstlichen Behandlung. Konkret betroffen sind laut Bericht Leonie Sieben-Prinz, Niels Lenninghausen und Delia Dudella.1
Die drei posierten zum Protest mit dem Logo des Films „Die üblichen Verdächtigen“ – ein Statement, das kaum deutlicher sein könnte: Sie sehen sich zu Unrecht im Fokus der Ermittlungen.1
Die Reaktion der Betroffenen ist eindeutig: Die Vorladung wird als Einschüchterungsversuch gewertet. Statt die Kritik einfach hinzunehmen, gehen die „Fiftyfifty“-Mitarbeitenden in die Offensive und machen den Vorgang öffentlich.1
„Fiftyfifty“ ist in Düsseldorf für seine Arbeit mit obdachlosen Menschen bekannt – dass ausgerechnet Mitarbeitende einer solchen Hilfsorganisation nach zivilem Engagement behördliche Konsequenzen spüren, sorgt für Diskussionsstoff.1
Der Fall wirft grundlegende Fragen auf: Wie viel Spielraum bleibt für zivilgesellschaftlichen Protest, wenn danach erkennungsdienstliche Behandlungen drohen? Für die Betroffenen ist die Antwort klar – und sie wollen nicht schweigen.1
Was genau der Auslöser für die Polizei-Maßnahme war und wie die Behörden die Vorladung begründen, geht aus den bisher verfügbaren Informationen nicht vollständig hervor. Fest steht: Der Fall hat in Düsseldorf für Aufmerksamkeit gesorgt – und „Fiftyfifty“ macht daraus bewusst ein öffentliches Thema.1
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