Neue Details zum tödlichen Unfall in Lemgo: Ein LKW schleifte einen 86-jährigen Radfahrer 50 Meter mit. Dazu sorgt ein Drohnen-Vorfall für Aufsehen.
Wir haben bereits über einen schweren Verkehrsunfall berichtet – jetzt gibt es neue, erschreckende Erkenntnisse dazu. Am Dienstagnachmittag, dem 15. September 2026, gegen 15.20 Uhr, ereignete sich im Kreuzungsbereich Leopoldstraße/Konsul-Wolff-Straße/Richard-Wagner-Straße in Lemgo ein tödlicher Unfall. Ein 86-jähriger Radfahrer wurde von einem LKW erfasst und verlor dabei sein Leben. Die Polizei Lippe hat jetzt den genauen Unfallhergang rekonstruiert.1
Beide – der 86-jährige Radfahrer aus Lemgo und der 56-jährige LKW-Fahrer – waren auf der Leopoldstraße in Richtung Klinikum unterwegs. Als der LKW-Fahrer nach rechts in die Konsul-Wolff-Straße abbog, übersah er den Radfahrer auf dem Fahrradschutzstreifen. Was dann folgte, ist tragisch: Der LKW-Fahrer bemerkte die Kollision zunächst nicht und schleifte den eingeklemmten Senior rund 50 Meter mit, bevor er sein Fahrzeug anhielt.1
Für den 86-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Er erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Neben Feuerwehr und Rettungsdienst war auch ein spezielles Verkehrsunfallaufnahme-Team der Polizei Münster vor Ort im Einsatz. Der Kreuzungsbereich blieb bis etwa 20.50 Uhr gesperrt. Die Ermittlungen des Verkehrskommissariats dauern weiter an.1
Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, gibt es noch eine weitere unangenehme Entwicklung: Ein 38-jähriger Anwohner ließ während der Unfallaufnahme eine private Drohne über der Unfallstelle steigen, um Bild- und Videoaufnahmen des Unglücks und des Leichnams zu machen. Das ist nicht nur geschmacklos, sondern auch strafbar. Einsatzkräfte stellten die Drohne samt Speicherkarte sicher. Den Mann erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen.1
Dieser Fall zeigt wieder einmal, wie gefährlich Kreuzungssituationen für Radfahrende sein können – besonders wenn LKW abbiegen. Der Tote Winkel bei großen Fahrzeugen ist eine bekannte Gefahr, die immer wieder zu schlimmen Unfällen führt. Gleichzeitig macht der Drohnen-Vorfall deutlich, dass Respekt gegenüber Unfallopfern und deren Angehörigen keine Selbstverständlichkeit ist. Wer so etwas filmt und dabei Leichen aufnimmt, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen – und das zu Recht.1
Wir bleiben für euch am Ball und berichten weiter, sobald es neue Entwicklungen aus den Ermittlungen des Verkehrskommissariats gibt. Bleibt informiert – bei Antenne NRW.
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