In Euskirchen versuchte ein 43-Jähriger mit 1,22 Promille vier Paletten Dosenbier zu stehlen – zwei Komplizen halfen, flüchteten aber.
Was wie eine Szene aus einem schlechten Film klingt, ist in Euskirchen tatsächlich passiert: Am Mittwoch, 16. September, um 19.36 Uhr versuchte ein 43-jähriger Mann aus Euskirchen, mit einem prall gefüllten Einkaufswagen einfach durch den Eingangsbereich eines Geschäfts in der Straße „An der Vogelrute“ zu spazieren – und zwar unbemerkt. Spoiler: Hat nicht geklappt.1
Im Einkaufswagen des Tatverdächtigen lagen vier Paletten Dosenbier im Wert eines unteren dreistelligen Eurobetrags. Kein kleiner Snack für zwischendurch also. Damit der Ausgang auch wirklich klappt, hatten zwei bislang unbekannte, männliche Komplizen von außen die Schiebetüren geöffnet. Ein eingespieltes Team – oder zumindest der Versuch davon.1
Doch eine aufmerksame Mitarbeiterin des Geschäfts beobachtete den Vorfall und zögerte keine Sekunde. Sie informierte sofort einen Kollegen, und gemeinsam hielten die beiden den 43-Jährigen auf. Die zwei mutmaßlichen Mittäter flüchteten in diesem Moment und konnten von der Polizei nicht mehr angetroffen werden.1
Als wäre die ganze Aktion nicht schon skurril genug: Ein freiwilliger Atemalkoholtest, den der gestoppte Mann vor Ort ablegte, ergab einen Wert von 1,22 Promille. Ob das der Grund für den nicht gerade unauffälligen Fluchtplan war, bleibt offen – aber es erklärt vielleicht so einiges.1
Der Fall ist längst nicht abgeschlossen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des versuchten Bandendiebstahls aufgenommen. Das ist wichtig: Weil der 43-Jährige offenbar nicht allein gehandelt hat, sondern mit (mindestens) zwei Komplizen zusammengearbeitet hat, geht es hier nicht mehr um einfachen Ladendiebstahl, sondern um eine koordinierte Aktion – und das hat rechtlich ganz andere Konsequenzen.1
Die beiden flüchtigen Männer sind weiterhin unbekannt. Wer Hinweise hat, kann sich direkt an die Kreispolizeibehörde Euskirchen wenden.1
Was in diesem Fall wirklich beeindruckt: Es waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geschäfts selbst, die beherzt eingegriffen und den Tatverdächtigen gestoppt haben. Kein langer Zögerer-Moment, kein Wegsehen – einfach angepackt. Respekt dafür! Solche Situationen sind alles andere als selbstverständlich, und der mutige Einsatz hat in diesem Fall zumindest verhindert, dass die Beute das Geschäft verlässt.1
Bleibt zu hoffen, dass die beiden flüchtigen Komplizen schnell gefunden werden. Die Ermittlungen laufen – wir bleiben für euch dran.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!