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Schockanruf in Paderborn: 72-Jähriger legt Betrüger rein – Festnahme am Tulpenweg
18. September 2026

Ein 72-Jähriger in Paderborn durchschaute einen Schockanruf und half, den Abholer zu stellen. Die Polizei nahm einen 22-Jährigen fest – alle Infos zum Fall.

Mutig, clever und trotzdem leicht verletzt: So lief die Aktion ab

Was für ein Freitagnachmittag in Paderborn-Sande! Ein 72-Jähriger hat einen Schockanruf-Betrüger mit einem richtig cleveren Plan ausgetrickst – und half dabei, den mutmaßlichen Abholer direkt in die Arme der Polizei zu treiben. Die ganze Geschichte zeigt: Manchmal braucht’s nur ein bisschen Schläue und eine Menge Zivilcourage.1

So lief der Betrugsversuch ab

Am Freitagvormittag, dem 18. September, klingelte bei dem 72-Jährigen das Telefon. Am anderen Ende der Leitung: ein Betrüger mit einer klassischen Schockanruf-Geschichte. Die Tochter des Mannes soll angeblich einen Unfall verursacht haben – und jetzt sei eine Kaution im fünfstelligen Bereich fällig. Der Haken: Der 72-Jährige durchschaute den Betrug sofort.1

Anstatt einfach aufzulegen, beschloss er, den Ganoven eine Falle zu stellen. Er ließ sich auf eine Übergabe ein – und wartete. Gegen 13.30 Uhr klingelte dann tatsächlich ein sogenannter „Abholer“ an seiner Tür. Was der Tatverdächtige nicht wusste: Er würde gleich mit wertlosen Gegenständen abgespeist werden.1

Rangelei, Verfolgungsjagd und Festnahme

Nachdem der 72-Jährige dem Tatverdächtigen die nutzlosen Sachen übergeben hatte, versuchte er, den Abholer festzuhalten. Der wehrte sich körperlich und flüchtete. Dabei stürzte der ältere Mann zu Boden – ließ sich davon aber nicht aufhalten. Zusammen mit anderen Zeugen, die die Rangelei mitbekommen hatten, nahm er die Verfolgung auf.1

Weitere Zeugen in der Umgebung reagierten blitzschnell: Sie alarmierten die Polizei und stellten mit zwei Fahrzeugen einen Citroen mit polnischem Kennzeichen zu, der in der Nähe des Abholortes geparkt war. Als der Tatverdächtige zu seinem Auto lief, bedrohte er die Zeugen mit Pfefferspray und stieg ein. Bei seinem Fluchtversuch rammte er die beiden Fahrzeuge, die ihn eingekesselt hatten, und beschädigte sie.1

Die echte Polizei traf kurz darauf ein und nahm den 22-jährigen polnischen Staatsbürger am Tulpenweg in Paderborn-Sande fest. Der Citroen wurde sichergestellt, die Ermittlungen zu dem Tatverdächtigen laufen noch. Der 72-Jährige zog sich leichte Verletzungen zu, musste aber nicht ins Krankenhaus.1

Was tun bei einem Schockanruf?

Die Polizei Paderborn ist klar in ihrer Empfehlung: Wer einen Schockanruf bekommt, soll sich nicht auf ein Gespräch mit den Betrügern einlassen, sondern sofort auflegen und den Notruf 110 wählen. Dafür hat die Behörde auch die Kampagne „Geschockt am Telefon? Auflegen!“ ins Leben gerufen – mit allen wichtigen Infos rund um Betrug am Telefon und über Messengerdienste.1

Der Fall in Paderborn-Sande zeigt: Selbst wenn man den Betrug durchschaut, kann eine Eigeninitiative wie eine Übergabe gefährlich werden. Besser ist es, sofort die Polizei einzuschalten – und den Profis das Feld zu überlassen. Dass der 72-Jährige glimpflich davongekommen ist, war auch ein bisschen Glück.1

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Schockanruf?

Bei einem Schockanruf täuschen Betrüger am Telefon einen Notfall vor – zum Beispiel einen Unfall eines Familienmitglieds – und fordern dann Geld oder Wertsachen als angebliche Kaution. Ziel ist es, das Opfer unter Druck zu setzen, damit es schnell und ohne Nachdenken handelt.

Was soll ich tun, wenn ich einen Schockanruf erhalte?

Die Polizei Paderborn rät klar: Nicht mit den Betrügern reden, sofort auflegen und den Polizei-Notruf 110 anrufen. Keine Zahlungen leisten und keine Wertsachen übergeben.

Was ist in Paderborn-Sande am 18. September passiert?

Ein 72-jähriger Mann erhielt einen Schockanruf, durchschaute den Betrug und ließ sich dennoch auf eine Scheinübergabe ein. Als der Abholer erschien, übergab er wertlose Gegenstände und versuchte, den Mann festzuhalten. Mit Hilfe von Zeugen und der Polizei wurde der 22-jährige Tatverdächtige am Tulpenweg in Paderborn-Sande festgenommen.

Wo finde ich mehr Infos zur Kampagne gegen Schockanrufe?

Die Polizei Paderborn hat die Kampagne „Geschockt am Telefon? Auflegen!“ aufgesetzt. Alle Infos gibt es direkt auf der Website der Polizei Paderborn unter: paderborn.polizei.nrw.

Wurde der Tatverdächtige verletzt oder kam jemand ernsthaft zu Schaden?

Der 72-jährige Mann erlitt leichte Verletzungen, musste aber nicht ins Krankenhaus. Der 22-jährige Tatverdächtige wurde von der Polizei festgenommen. Zwei Fahrzeuge, die den Fluchtwagen blockiert hatten, wurden durch den Tatverdächtigen beschädigt.

Quellen

  1. POL-PB: 22-Jähriger nach Schockanruf festgenommen – Presseportal / Polizei Paderborn


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