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Gasexplosion reißt Loch in Zimmerwand - Ein Verletzter

Kurz vor Mitternacht gehen am Mittwoch zahlreiche Notrufe bei Feuerwehr und Polizei ein. Als die Einsatzkräfte an der gemeldeten Adresse in Wuppertal eintreffen, ist die Straße mit Splittern übersät.

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Explosion in Mehrfamilienhaus in Wuppertal Christoph Reichwein/dpa

Wuppertal (dpa/lnw) - Bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Wuppertal ist ein 28-Jähriger schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr war in der Nacht zu Donnerstag eine Propangasflasche im Erdgeschoss detoniert. Das Haus sei nun erst einmal gesperrt, erklärte ein Polizeisprecher.

Durch die Wucht der Explosion wurde demnach ein Loch in eine Zimmerwand gerissen. Zudem seien Scheiben des Wohnhauses zersprungen und die Eingangstür beschädigt worden. Die Straße vor dem vierstöckigen Wohnhaus war mit Splittern übersät. Auch die Scheiben zweier an der Straße geparkten Autos wurden herausgedrückt, wie ein Sprecher sagte. 

Zahlreiche Notrufe

Ob drei weitere Fahrzeuge ebenfalls beschädigt wurden, wollten die Ermittler bei Tageslicht klären. Man könne anhand des Schadens von einer Explosion mit großer Wucht ausgehen, führte der Sprecher weiter aus. Wegen der Detonation waren in den Leitstellen von Polizei und Feuerwehr kurz vor Mitternacht zahlreiche Notrufe eingegangen. 

Sanitäter brachten einen 28-Jährigen mit schweren Verletzungen in eine Fachklinik. Der Mann habe bereits auf der Straße gestanden, als die Retter eingetroffen seien. Zuvor hatte die Polizei von drei Verletzten gesprochen. Ein Notarzt habe die beiden anderen aber untersucht und keine Verletzungen feststellen können, hieß es später. 

Weitere Bewohner wurden von den Feuerwehrleuten aus dem Haus gerettet. Andere konnten sich den Angaben zufolge selbst in Sicherheit bringen. Fünf Menschen seien vor dem Haus durch Sanitäter und andere Hilfsorganisationen betreut worden. 

Gutachter sollen Haus in Augenschein nehmen

Durch die Explosion sei es zu einem Brand in einer der Wohnung gekommen, hieß es. Die Feuerwehrleute löschten die Flammen. Doch sei das Gebäude wegen des Rauches und der Brandschäden zunächst unbewohnbar, so der Polizeisprecher. Unmittelbare Einsturzgefahr bestehe aber nicht. Noch in der Nacht habe ein Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) das Gebäude angesehen.

Bereits in der Nacht sicherten die Ermittler die ersten Spuren. Polizeibeamte versiegelten den Angaben zufolge das Haus. Im Laufe des Tages sollten Sachverständige das Gebäude begutachten. Je nachdem wie die Einschätzung der Experten ausfalle, könnten einige Bewohner wieder zurückkehren.

Warum die Gasflasche explodierte, war zunächst nicht bekannt. Ebenso blieb die Höhe des Schadens unklar.

© dpa-infocom, dpa:250402-930-422118/6