Kampf um Aufmerksamkeit: Kwasniok als «Entertrainer»
Paderborns Trainer sieht sich und seine Kollegen heutzutage mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Das Problem: Die Aufmerksamkeit junger Fußballer.


Paderborn (dpa) - Paderborns Trainer Lukas Kwasniok stellt bei seinen jüngeren Fußballern eine geringere Aufmerksamkeitsspanne fest. «Mein Job ist es, eine Art Entertrainer zu sein - auf der einen Seite Trainer und auf der anderen Seite Entertainer. Damit die Jungs mir nicht wegnicken. Weil diese Gefahr einfach besteht heutzutage», sagte der SCP-Coach vor dem Freitagabend-Spiel in der 2. Bundesliga bei Eintracht Braunschweig (Freitag, 18.30 Uhr/Sky).
Kwasniok weiter: «Monotonie ist der Tod der Aufmerksamkeit - gerade in der Generation nach mir und noch jünger. Durch dieses Clickbaiting haben die Jungs einfach keine hohe Aufmerksamkeitsgabe mehr. Sondern sie brauchen jeden Tag neue Reize», sagte der 43-Jährige.
Der Trainer des Tabellenvierten nannte auch Beispiele, wie sich das konkret auf seine Arbeit auswirke. «Das ist nicht mehr so, dass wir eine Woche das Gleiche trainieren und nächste Woche dann wieder und wieder. Dementsprechend muss auch meine Ansprache anders ausfallen», sagte Kwasniok. «Manchmal gibt es Videos. Manchmal übernimmt ein anderer die Ansprache. Manchmal sage ich so gut wie gar nichts, lasse es wirken. Das musst du fühlen an dem Tag.»