In Dortmund wurden 17 Kinder in einer neuen jüdischen Grundschule eingeschult. Der Unterricht findet vorübergehend in der jüdischen Gemeinde statt.
In Dortmund wurden am 28. August 2025 die ersten 17 Kinder in eine neue jüdische Grundschule eingeschult. Diese Schule stellt die dritte jüdische Grundschule in Nordrhein-Westfalen dar, ist jedoch die erste unter städtischer Trägerschaft. Der Unterricht findet zunächst in den stark gesicherten Räumen der jüdischen Gemeinde statt.
Die Einschulungsfeier verlief emotional, geprägt von Vorfreude und Stolz der Eltern. Die Zeremonie fand an zwei verschiedenen Orten statt: Zunächst in der Turnhalle der Bersword-Europa-Grundschule, wo die jüdische Schule offiziell eingegliedert ist, und anschließend in der Synagoge der Gemeinde. Rabbiner Avigdor Moshe Nosikov segnete die Kinder und bezeichnete die Einschulung als „ein Zeichen der Hoffnung“, da Lernen immer auch mit der Aussicht auf eine positive Zukunft verbunden sei.
Der Unterricht in der neuen jüdischen Grundschule orientiert sich an den Lehrplänen des Landes Nordrhein-Westfalen und umfasst zusätzlich Hebräisch sowie jüdischen Religionsunterricht. Die letzte jüdische Schule in Dortmund wurde 1942 von den Nationalsozialisten geschlossen. Leonid Chraga, der Geschäftsführer der jüdischen Gemeinde und Vater eines eingeschulten Kindes, betont, dass die Schule eine Manifestation jüdischen Lebens in der Stadt darstellt. Er sieht diese Institution als wichtige Investition in die Zukunft der Gemeinde mit etwa 3.000 Mitgliedern.
Die neue Schulklasse trägt den Namen „Adlerklasse“ und wird als Klasse 1e an der städtischen Bersword-Europa-Grundschule geführt. Die Stadt Dortmund plant, ein neues Gebäude für den jüdischen Teil der Schule zu errichten. Die erforderlichen Umbauarbeiten werden voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen, sodass der Unterricht vorerst in der jüdischen Gemeinde stattfinden wird.
Diese Neueröffnungsfeier und der Unterricht an der jüdischen Grundschule markiert einen bedeutenden Schritt im Wiederaufbau jüdischen Lebens in Dortmund.
Quelle: WDR
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