Am Flughafen Niederrhein in Weeze stoppte die Bundespolizei einen 34-jährigen Niederländer mit Haftbefehl – der Mallorca-Urlaub war fast vorbei, bevor er…
Koffer gepackt, Ticket in der Hand, Mallorca-Feeling so gut wie zum Greifen nah – und dann das: Am Mittwochnachmittag, dem 29. Juli 2026, endete die Ausreise eines 34-jährigen Niederländers am Flughafen Niederrhein in Weeze abrupt. Die Bundespolizei kontrollierte den Mann bei einer Ausreisekontrolle und überprüfte seine Personalien in den polizeilichen Datenbeständen. Das Ergebnis war alles andere als urlaubsfreundlich.1
Die Abfrage zeigte schnell: Gegen den 34-Jährigen lag ein Haftbefehl vor. Die Staatsanwaltschaft Kleve suchte nach ihm – und zwar wegen eines besonders schweren Falls des Diebstahls. Das Amtsgericht Geldern hatte den Niederländer bereits im Dezember 2023 verurteilt: 120 Tagessätze à 5,00 Euro, also insgesamt 600 Euro Geldstrafe.1
Weil er die Strafe bislang nicht bezahlt hatte, drohte ihm eine 120-tägige Haftstrafe – und genau die hätte er wohl angetreten, wenn er nicht so schnell reagiert hätte.
Der Mann entschied sich zum Glück für die schnelle Lösung: Er zahlte die fällige Geldstrafe in Höhe von 600 Euro direkt vor Ort bei der Bundespolizei ein. Damit war der Haftbefehl erledigt, die drohende Haftstrafe vom Tisch – und der Urlaub doch noch gerettet. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen durfte der Niederländer seine Reise nach Palma de Mallorca fortsetzen.1
Was viele vielleicht nicht auf dem Schirm haben: Die Bundespolizei überprüft bei Ausreisekontrollen an Flughäfen routinemäßig die Personalien der Reisenden – und das schließt immer einen Abgleich mit polizeilichen Fahndungsdatenbeständen ein. Offene Haftbefehle, unbezahlte Geldstrafen, laufende Fahndungen – all das kann dabei ans Licht kommen. Und das nicht nur in Weeze: Auch am Flughafen Düsseldorf wurde erst kurz zuvor ein 21-Jähriger gestoppt, der ebenfalls nach Palma de Mallorca wollte und per Haftbefehl gesucht wurde.1
Die Botschaft ist eigentlich simpel: Wer offene Verurteilungen oder unbezahlte Geldstrafen mit sich herumträgt, riskiert, dass der Sommerurlaub schon am Gate endet. Der Fall aus Weeze zeigt aber auch, dass es manchmal noch eine Lösung gibt – vorausgesetzt, man hat das nötige Kleingeld dabei. 600 Euro bar auf die Hand, und der Mallorca-Trip war dann doch noch möglich. Nicht jeder hat dieses Glück.1
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