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KI-gestützte Wahlkabine im Deutschen Museum Bonn: Utopie oder Alptraum?

Im Deutschen Museum Bonn können Besucher eine KI-Wahlkabine testen. Die Meinungen darüber sind geteilt: Innovation oder Risiko?

Besucher testen KI-gestützte Wahlkabine im Deutschen Museum Bonn

Im Deutschen Museum Bonn wird derzeit eine Wahlkabine präsentiert, die mit künstlicher Intelligenz (KI) arbeitet. Besucher können dabei erleben, wie ihre Entscheidungen durch Gesichtserkennung beeinflusst werden. Das Konzept wirft sowohl Begeisterung als auch Skepsis auf und sorgt für reges Interesse.

Der Slogan der Ausstellung lautet „Smile to Vote“ – Lächeln, um zu wählen. Besucher stellen sich vor eine Kamera, die ihr Gesicht aufnimmt und basierend auf ihren Gesichtszügen vorhersagt, welche Partei sie wählen würden. Diese Vorhersagen überraschen oftmals, wie einige Besucher berichten. Sebastian Udelhoven äußert, dass er skeptisch ist, ob eine KI tatsächlich die Wahlentscheidung eines Menschen ermitteln kann: „Ich hätte eigentlich eine andere Wahl getroffen“, sagt er und fügt hinzu, dass es ihm merkwürdig vorkommt, dass eine KI in der Lage sein sollte, seine Präferenzen zu erkennen.

Der Kurator der Ausstellung, Ralph Burmester, erläutert die Herkunft des Projekts. Die Idee stammt von Professor Alexander Peterhänsel, der mit der Vorstellung experimentierte, dass Gesichtszüge ein Indiz für die Wahlentscheidung sein könnten. Die KI wurde mit Daten der derzeitigen Bundestagsabgeordneten gefüttert, um Muster zu analysieren und die typischen Merkmale von Wählern bestimmter Parteien zu erkennen.

Die Nutzung von KI in Entscheidungsprozessen, insbesondere bei so sensiblen Themen wie Wahlen, fordert die Meinung von Experten heraus. Diese Technologie hat sofortige Auswirkungen auf die Diskussion über Datenschutz und die Grenzen der Überwachung. Burmester hebt hervor, dass eine KI nur das erkennt, womit sie trainiert wurde, und daher auch zu falschen Einschätzungen kommen kann.

In der Europäischen Union ist die Nutzung von KI-Wahlkabinen bereits verboten, da das Potenzial zur Bevormundung und Überwachung als zu riskant erachtet wird. Die Ausstellung im Deutschen Museum ist daher als provokative Anregung gestaltet, um das Bewusstsein für die Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz zu schärfen und eine Diskussion über deren Grenzen anzustoßen.

Die Erlebnisse und Meinungen der Besucher verdeutlichen, dass das Thema KI im Wahlprozess tiefgehende Fragen aufwirft, die in Zeiten digitaler Technologien zunehmend relevant werden.

Quellen: WDR, Anette Flentge, Ralph Burmester, Paula Michel, Sebastian Udelhoven

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