Sechsfach gesucht, einmal gefasst: Am Kölner Hauptbahnhof schnappte die Bundespolizei einen 38-jährigen Straftäter mit sechs Fahndungsnotierungen.
Der Kölner Hauptbahnhof bleibt ein Hotspot für die Bundespolizei. Kaum zwei Tage nach dem spektakulären Rolex-Fall, über den wir bereits in einem früheren Beitrag berichtet hatten, gingen den Beamten am Freitagmorgen (18. September 2026) erneut ein gesuchter Straftäter ins Netz – diesmal gleich sechsfach ausgeschrieben.1
Gegen 06:30 Uhr trafen Einsatzkräfte der Bundespolizei in der Vorhalle des Kölner Hauptbahnhofs auf einen 38-jährigen Deutschen und leiteten eine Identitätskontrolle ein. Was dann passierte, war ziemlich eindeutig: Der Mann versuchte zu flüchten – und scheiterte. Die Beamten hielten ihn auf. Als sie ihn nach dem Grund seiner Flucht befragten, gab er schließlich selbst zu, zur Festnahme ausgeschrieben zu sein.1
Und wie. Gegen den gebürtigen Viersener, der wohnungslos ist, lagen insgesamt sechs Fahndungsnotierungen vor.1
Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hatte gleich vier Haftbefehle gegen den 38-Jährigen erlassen. Die Vorwürfe: Diebstahl, Fahren ohne Fahrerlaubnis, fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs und ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Insgesamt sollte er 3.930 Euro (zuzüglich Kosten) zahlen – Geld, das er nicht hatte.1
Darüber hinaus hatten das Amtsgericht Düsseldorf und die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach den Mann wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie wegen Urkundenfälschung zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.1
Da der Verurteilte die geforderte Geldsumme nicht aufbringen konnte, muss er jetzt eine Ersatzfreiheitsstrafe von 169 Tagen absitzen. Für den wohnungslosen Mann aus Viersen endet die Reise am Kölner Hauptbahnhof damit direkt hinter Gittern.1
Schon am 16. September 2026 hatte die Bundespolizei am selben Ort einen 26-Jährigen festgenommen, der eine gestohlene Rolex im Wert von 20.300 Euro in seinem T-Shirt versteckt hatte.2 Zwei Fälle, zwei Festnahmen, ein Bahnhof – die Bundespolizei zeigt klar: Am Kölner Hauptbahnhof wird genau hingeschaut.
Warum hatte der Mann gleich sechs Fahndungsnotierungen?
Gegen den 38-jährigen Deutschen lagen vier Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach sowie zwei weitere Ausschreibungen des Amtsgerichts Düsseldorf und der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach vor – wegen verschiedener Delikte wie Diebstahl, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Betäubungsmittelverstoß und Urkundenfälschung.1
Warum muss der Mann jetzt ins Gefängnis, obwohl es sich teilweise um Geldstrafen handelt?
Da der Verurteilte die geforderten 3.930 Euro (zuzüglich Kosten) nicht zahlen konnte, wird die Geldstrafe in eine Ersatzfreiheitsstrafe umgewandelt. Er muss nun 169 Tage in Haft verbüßen.1
Wo genau wurde der Mann festgenommen?
Die Festnahme fand gegen 06:30 Uhr in der Vorhalle des Kölner Hauptbahnhofs statt, als Beamte der Bundespolizei eine Identitätskontrolle durchführten.1
Was passierte bei dem Rolex-Fall kurz zuvor am selben Bahnhof?
Am 16. September 2026 nahm die Bundespolizei am Kölner Hauptbahnhof einen 26-Jährigen fest, der eine gestohlene Rolex im Wert von 20.300 Euro in seinem T-Shirt versteckt hatte. Die Uhr war kurz zuvor einer Frau in Köln-Kalk geraubt worden.2
Welche Behörden waren an der Festnahme beteiligt?
Die Festnahme wurde von der Bundespolizeiinspektion Köln durchgeführt. Die Haftbefehle stammten von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach sowie dem Amtsgericht Düsseldorf.1
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