Ein 19-Jähriger betrat mit einem Küchenmesser einen Regionalexpress in Essen – die Bundespolizei stellte ihn und leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein.
Was für ein Schreckmoment am Essener Hauptbahnhof: Am 22. September hat ein 19-Jähriger mit einem großen Küchenmesser in der Hand einen Regionalexpress 49 betreten – und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst, der glimpflich ausging. Für die Reisenden bestand laut Bundespolizei zu keiner Zeit eine Gefahr.1
Gegen 17:15 Uhr betrat der junge Mann den am Bahnsteig zu Gleis 8 wartenden Zug. Mit dem Messer in der Hand verschaffte er sich Zutritt zur Zugtoilette und verriegelte die Tür von innen. Das Zugpersonal sprach ihn an – ohne Erfolg. Der Mann reagierte nicht und weigerte sich, die Tür zu öffnen. Daraufhin informierten die Bahnmitarbeiter die Bundespolizei.1
Die hinzugerufene Streife stellte den Tatverdächtigen unter Androhung von Schusswaffe und Pfefferspray. Erst nach mehrmaliger Aufforderung legte der Essener das Messer auf den Waschtisch und öffnete die Tür – allerdings nur zögerlich. Die Beamten brachten ihn zu Boden und fesselten ihn. Dabei leistete er Widerstand und beleidigte die Polizisten. Das Messer wurde beschlagnahmt.1
Nachdem die Identität des Tatverdächtigen zweifelsfrei feststand, äußerte er sich nach erfolgter Belehrung nicht zu den Tatvorwürfen. Ein hinzugezogener Notarzt ordnete anschließend eine Untersuchung in einem Krankenhaus an. Der 19-jährige Deutsche wurde entsprechend dorthin gebracht.1
Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet – und das gleich wegen mehrerer Punkte:1
Außerdem sicherten die Beamten das Videomaterial aus dem Zug.1
Dieser Vorfall ist leider kein Einzelfall. In den Tagen rund um den Einsatz in Essen gab es weitere Vorfälle im Regionalexpress-Netz: So wurde ein Zugbegleiter in einer anderen Verbindung mit Pfefferspray attackiert, und in einem weiteren Fall wurde ein Bahnmitarbeiter angespuckt und geschlagen.1 Das zeigt: Die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr bleibt ein wichtiges Thema – für Fahrgäste und Einsatzkräfte gleichermaßen.
Wann und wo hat sich der Vorfall ereignet?
Der Vorfall ereignete sich am 22. September gegen 17:15 Uhr am Hauptbahnhof Essen, Bahnsteig Gleis 8, in einem Regionalexpress 49.
War während des Vorfalls eine Gefahr für andere Reisende?
Laut Bundespolizei bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Reisenden im Zug.
Was wird dem Tatverdächtigen vorgeworfen?
Gegen den 19-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.
Warum wurde der Tatverdächtige ins Krankenhaus gebracht?
Ein hinzugezogener Notarzt ordnete nach dem Einsatz eine Untersuchung in einem Krankenhaus an. Weitere Einzelheiten dazu sind nicht bekannt.
Wie hat die Bundespolizei den Mann gestellt?
Die Bundespolizisten sprachen den Mann unter Androhung von Schusswaffe und Pfefferspray an und forderten ihn auf, das Messer abzulegen und die Tür zu öffnen. Dem kam er zögerlich nach, woraufhin er gefesselt und zur Dienststelle gebracht wurde.
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