In Bünde hetzen zwei Hunde eine trächtige Ricke zu Tode – jetzt fahndet die Polizei Herford öffentlich nach dem unbekannten Hundehalter.
Ein schockierender Vorfall hat sich nahe der Straße Im Elsterbusch in Bünde ereignet: Am 24. April beobachtete ein Zeuge, wie zwei nicht angeleinte Hunde ein Reh hetzten, zu Boden brachten und schwer verletzten. Das Tier stieß dabei deutliche Klagelaute aus – ein trauriger Anblick, den niemand so schnell vergisst.1
Der Halter der beiden Hunde – bei denen es sich um einen Husky und einen Schäferhund handeln könnte – nahm seine Tiere nach dem Vorfall zwar an die Leine, kümmerte sich jedoch nicht um die schwer verletzte Ricke und entfernte sich einfach vom Tatort. Das Reh verendete anschließend.1
Der aufmerksame Zeuge verständigte daraufhin den zuständigen Jagdpächter, der sich vor Ort ein Bild von der Lage machte. Dabei stellte er nicht nur deutliche Bisspuren an Hals und Schulter des toten Tieres fest – er entdeckte auch, dass die Ricke trächtig war. Ein Fall, der wirklich unter die Haut geht.1
Die Kriminalpolizei Herford hat die Ermittlungen wegen Jagdwilderei übernommen. Das ist übrigens kein Kavaliersdelikt: Jagdwilderei ist in Deutschland eine Straftat und kann mit empfindlichen Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafe geahndet werden.1
Zum Glück hat der Zeuge in der Situation die Geistesgegenwart behalten und Fotos von den Hunden sowie dem unbekannten Halter gemacht. Mit Beschluss des Amtsgerichts Bielefeld wurden diese Fotos nun für die öffentliche Fahndung freigegeben.1
Die Bilder sind im Fahndungsportal NRW abrufbar – schaut dort gerne rein, wenn ihr den Mann kennt oder glaubt, ihn zu erkennen: polizei.nrw/fahndung/216725.1
Wer Angaben zu dem unbekannten Hundehalter machen kann, sollte sich unbedingt bei der Kreispolizeibehörde Herford melden. Jeder Hinweis kann entscheidend sein, um den Fall aufzuklären und sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert.1
Bitte teilt diesen Beitrag – vielleicht kennt jemand in eurem Freundeskreis den Mann auf den Fotos. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Tier und Natur in NRW besser geschützt werden. 🐾1
Was ist Jagdwilderei und warum ist das strafbar?
Jagdwilderei bezeichnet das unerlaubte Nachstellen, Fangen oder Töten von Wild – auch durch nicht angeleinte Hunde, die Wildtiere hetzen oder reißen. In Deutschland ist das eine Straftat nach dem Strafgesetzbuch und kann mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bestraft werden.
Was soll ich tun, wenn ich den gesuchten Hundehalter erkenne?
Wenn du den Unbekannten auf den Fahndungsfotos erkennst, melde dich bitte direkt bei der Kreispolizeibehörde Herford unter der Telefonnummer 05221 / 888 0. Alle Hinweise werden vertraulich behandelt.
Wo kann ich die Fahndungsfotos des gesuchten Mannes sehen?
Die Fotos des unbekannten Hundehalters und seiner Tiere sind im offiziellen Fahndungsportal der Polizei NRW abrufbar: polizei.nrw/fahndung/216725. Die Veröffentlichung erfolgte mit Beschluss des Amtsgerichts Bielefeld.
Was passiert mit Hunden, die Wildtiere reißen?
Hunde, die unkontrolliert Wildtiere hetzen oder töten, können von Jagdberechtigten unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen als gefährlich eingestuft werden. Hundehalter sind grundsätzlich verpflichtet, ihre Tiere in der freien Natur angeleint zu führen, um solche Vorfälle zu vermeiden.
Welche Behörde ermittelt in diesem Fall?
Die Kriminalpolizei Herford hat die Ermittlungen in diesem Fall wegen Jagdwilderei übernommen. Rückfragen können an die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Herford unter 05221 888 1250 gerichtet werden.
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