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Cold Case Sonja K.: Neue DNA-Spuren im Lidl-Mord von St. Tönis
28. September 2026

Neue DNA-Spuren im 30 Jahre alten Cold Case um die getötete Lidl-Filialleiterin Sonja K.: Die Polizei Mönchengladbach hofft auf den entscheidenden Durchbruch.

Mord verjährt nicht: Neue Hoffnung im Fall Sonja K.

Manche Fälle lassen einen einfach nicht los. Der Raubmord an der Lidl-Filialleiterin Sonja K. gehört definitiv dazu. Schon vor 30 Jahren, am 25. Januar 1995, wurde die damals 24-Jährige in ihrem Supermarkt an der Hochstraße in St. Tönis erdrosselt. Die Täter räumten anschließend den Tresor aus und verschwanden. Bis heute weiß niemand, wer dahintersteckt.1

Jetzt gibt’s aber richtig gute News aus Mönchengladbach: Die Polizei hat neue DNA-Spuren sichern und auswerten können – mit Methoden, die es vor 30 Jahren einfach noch nicht gab. Die Ermittlungsgruppe Cold Case hat dafür eine Vielzahl an Vergleichsproben genommen, unter anderem von Rettungskräften, Polizeibeamten und Menschen aus dem privaten und beruflichen Umfeld von Sonja K. Sogar Lieferanten, Ladendetektive und Reinigungskräfte mussten eine Speichelprobe abgeben.1

Wie weit sind die Ermittlungen?

Ein Teil der Proben konnte schon zugeordnet werden – diese Personen sind damit als Täter raus. Aber: Noch sind nicht alle Spuren abgeglichen, die Auswertung läuft weiter. Kriminalhauptkommissarin Stefanie Kohnen von der Ermittlungsgruppe Cold Case bringt’s auf den Punkt: Man will den Fall lösen und den Angehörigen endlich Gewissheit geben.1

Und diese Gewissheit fehlt bis heute. Sonja K. wollte im Sommer 1995 heiraten und eine Familie gründen – daraus wurde nie was. Ihre Kollegen beschrieben sie als engagierte Chefin, ihre Angehörigen als fleißig, zuverlässig und einfach nur nett. Ihre Eltern sind mittlerweile verstorben, ohne je zu erfahren, wer ihre Tochter getötet hat. Die Mutter soll den Verlust laut den beiden Brüdern von Sonja K. bis zu ihrem eigenen Tod 2009 nie überwunden haben. Die Brüder selbst hoffen jetzt darauf, dass der Fall endlich aufgeklärt wird.1

Die Kampagne dahinter

Der Fall ist Teil der Öffentlichkeitskampagne „Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich.“ Die Polizei Mönchengladbach hat dafür alte, ungeklärte Tötungsdelikte zusammen mit dem Landeskriminalamt NRW und der Staatsanwaltschaft Krefeld wieder aufgerollt. Unterstützung kommt außerdem von den Polizeibehörden in Krefeld und im Kreis Viersen. Ziel der Ermittlungsgruppe Cold Case: alte Kapitalverbrechen klären, Tatverdächtige identifizieren und den Hinterbliebenen endlich Antworten liefern.1

Wer Hinweise hat, kann sich bei der Polizei unter 02161-290 oder per Mail an mk.lidl.Moenchengladbach@polizei.nrw.de melden.1

Blaulicht bleibt Thema in NRW

Auch sonst ist im Kreis Viersen und im Rest von NRW einiges los, wenn’s um Polizeimeldungen geht. Erst kürzlich hatten wir in einem früheren Beitrag über einen betrunkenen Autofahrer und einen frisierten E-Scooter im Märkischen Kreis berichtet. Zwei völlig unterschiedliche Fälle, aber beide zeigen: Egal ob frischer Verkehrsverstoß oder Jahrzehnte alter Cold Case – die Polizei in NRW bleibt an solchen Sachen dran.2

Fazit: Hoffnung nach 30 Jahren

Der Fall Sonja K. macht klar, warum es sich lohnt, alte Akten nicht einfach zu den Akten zu legen. Moderne DNA-Technik kann heute Dinge sichtbar machen, die vor drei Jahrzehnten schlicht unmöglich waren. Für die Angehörigen von Sonja K. ist das die erste echte Hoffnung seit Jahren, endlich Antworten zu bekommen. Und für alle, die im Kreis Viersen oder in Mönchengladbach unterwegs sind, ist das ein starkes Signal: Mord verjährt eben wirklich nicht.1

Quellen

  1. POL-VIE: Mönchengladbach/Kreis Viersen: Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich. | Raubmord an Sonja K. im Lidl: Neue DNA-Spuren gesichert
  2. Blaulicht im Märkischen Kreis: Betrunkener Fahrer und E-Scooter mit Vollgas


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