In Menden stoppte die Polizei einen betrunkenen Fahrer ohne Führerschein und einen 16-Jährigen auf einem getunten E-Scooter mit über 50 km/h. Alle Infos hier.
In Menden im Märkischen Kreis hat die Polizei in der Nacht gleich zwei kuriose und gefährliche Einsätze gehabt – einen alkoholisierten Fahrer ohne Führerschein und einen 16-Jährigen, der seinen E-Scooter ordentlich aufgemotzt hatte. Klingt nach einem langen Dienst für die Beamten. Was genau passiert ist? Wir haben die Details für euch.1
Kurz nach Mitternacht fiel einer Streifenwagen-Besatzung am Fasanenweg in Menden ein Pkw auf, der sofort Fragen aufwarf: keine Heckscheibe, ein Müllsack über dem Kennzeichen – nicht gerade unauffällig.1 Am Kreisverkehr Fasanenweg/Hermann-Löns-Straße fuhr der Fahrer dann auch noch links an der Insel vorbei und touchierte auf seinem Schlangenlinienkurs einen Bordstein. Spoiler: Die Polizei stoppte ihn.
Der 45-jährige Mendener schwankte und lallte – und hatte keine gültige Fahrerlaubnis. Laut Polizei war er bereits diverse Male binnen weniger Wochen alkoholisiert am Steuer erwischt worden, obwohl er keinen Führerschein besitzt.1 Auf der Wache wurde ihm von einem Arzt Blut abgenommen. Dabei schrie er sowohl die Polizeibeamten als auch den Arzt an. Den Fahrzeugschlüssel stellte die Polizei sicher, um weitere Straftaten zu verhindern.
Schon am Montagabend hatte eine Polizeistreife auf der Schlittenbacher Straße in Menden einen E-Scooter-Fahrer im Visier, der deutlich schneller als 50 km/h unterwegs war.1 Zur Erinnerung: E-Scooter sind für maximal 20 km/h zugelassen. Wer da mehr rausholt, fährt ohne gültigen Versicherungsschutz – denn der erlischt bei Überschreitung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit automatisch.
Der Fahrer? Ein 16-Jähriger. Die Polizei informierte seine Eltern, stellte den E-Scooter für weitere Untersuchungen zu möglichen Manipulationen oder technischen Umbauten sicher und fertigte Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.1
Die Polizei nutzte den Vorfall, um noch einmal klar auf die geltenden Regeln hinzuweisen. Hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
Beide Vorfälle zeigen, dass Regeln im Straßenverkehr keine optionalen Lifestyle-Entscheidungen sind. Ob betrunkener Wiederholungstäter am Steuer oder aufgemotzter E-Scooter mit 16 – die Konsequenzen sind real und können Leben gefährden. Also: Fahrt sicher, bleibt regelkonform, und schaut vielleicht mal lieber in die Bedienungsanleitung eures E-Scooters, bevor ihr anfangt zu schrauben.
Wie schnell darf ein E-Scooter in Deutschland fahren?
E-Scooter sind in Deutschland für eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h zugelassen. Wer diesen Wert überschreitet, fährt ohne gültigen Versicherungsschutz und macht sich strafbar.
Was passiert, wenn man einen E-Scooter manipuliert oder umbaut?
Wer seinen E-Scooter so verändert, dass er schneller als 20 km/h fährt, verliert den Versicherungsschutz. Zusätzlich drohen Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
Darf man mit 16 Jahren einen E-Scooter fahren?
Für E-Scooter wird in Deutschland eine Fahrerlaubnis der Klasse AM (Mofa-Führerschein) benötigt, die ab 15 Jahren erworben werden kann. Wer ohne entsprechende Fahrerlaubnis fährt, begeht eine Straftat.
Was droht einem betrunkenen Fahrer ohne Führerschein?
Wer alkoholisiert und ohne gültige Fahrerlaubnis ein Fahrzeug führt, macht sich gleich mehrfach strafbar. Neben dem Fahren ohne Fahrerlaubnis kommen Trunkenheit im Verkehr und weitere Delikte dazu – das kann empfindliche Strafen nach sich ziehen.
Was sollte ich tun, wenn ich einen auffälligen Fahrer bemerke?
Wenn du jemanden siehst, der offensichtlich betrunken fährt oder anderweitig gefährlich unterwegs ist, ruf sofort die Polizei unter dem Notruf 110 an. Bringe dich selbst nie in Gefahr.
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