In Paderborn ist das neue Mehrgenerationenhaus am Tegelweg mit 18 barrierefreien Wohnungen fertig.
In Paderborn ist ein neues Zuhause für Jung und Alt entstanden: Das Mehrgenerationenhaus am Tegelweg wurde eingeweiht und gesegnet. Wie Radio Hochstift berichtet, hat das Bonifatiuswerk nach gut 20 Monaten Bauzeit 18 barrierefreie Wohnungen fertiggestellt. Dazu kommen eine Tiefgarage und ein Gemeinschaftshaus im Garten, das als Treffpunkt für Bewohnerinnen, Bewohner und Gäste dienen soll.
Laut Angaben des Bonifatiuswerks ist das fünfgeschossige Gebäude mehr als 2.300 Quadratmeter groß, davon sind knapp 1.430 Quadratmeter Wohnfläche. 17 der 18 Wohnungen sind barrierefrei, eine weitere erfüllt behindertengerechte Standards. Per Aufzug sind alle Etagen rollstuhl- und rollatorgerecht erreichbar. In der Tiefgarage stehen 14 Stellplätze zur Verfügung.
Für das Bonifatiuswerk steckt hinter dem Projekt eine größere Idee. Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen sagte bei der Segnung, das Haus solle ein Ort sein, an dem Menschen miteinander leben, sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen. Namensgeber für das zugehörige Gemeinschaftshaus im Garten, das „Haus Emmaus“, ist der biblische Gedanke des Miteinander-unterwegs-Seins. Dort können die Bewohnerinnen und Bewohner feiern, gemeinsam essen oder sich treffen.
Bonifatiuswerk-Geschäftsführer Ingo Imenkämper betonte, das Projekt sei für das Hilfswerk weit mehr als eine Wertanlage, sondern ein Modellprojekt. Wichtig sei gewesen, dass die Mieten bezahlbar bleiben. Bonifatiuswerk-Präsident Manfred Müller verwies in seiner Begrüßung auf den angespannten Wohnungsmarkt in Paderborn und bedankte sich bei den Nachbarn für die Geduld während der Bauphase.
Auch die Kirche war bei der Einweihung vertreten: Generalvikar Thomas Dornseifer nahm Bezug auf das schmuckvolle Fassadenfenster, das den heiligen Bonifatius zeigt und vom Erzbistum Paderborn gestiftet wurde. Bürgermeisterin Stefanie Harth hob hervor, dass Paderborn zwar katholisch geprägt, zugleich aber eine vielfältige Stadt sei, in der Menschen unterschiedlicher Konfessionen und Weltanschauungen miteinander leben.
Möglich wurde der Neubau laut Bonifatiuswerk vor allem durch den Verkauf einer Immobilie des Hilfswerks in München. Das Grundstück am Tegelweg war dem Bonifatiuswerk vererbt worden, die zwei vorherigen Wohnhäuser wurden abgerissen, weil eine Sanierung wirtschaftlich und energetisch nicht sinnvoll gewesen wäre. Die Baukosten liegen bei rund 6,7 Millionen Euro und damit im vorgesehenen Budgetrahmen. Wie Radio Hochstift berichtet, hatte sich der Bau wetterbedingt um einige Monate verzögert – laut Bonifatiuswerk waren es rund drei Monate gegenüber der ursprünglichen Planung.
Verantwortlich für Planung und Gestaltung waren die RSK Architekten aus Paderborn, die Wegener Massivhaus GmbH führte den Bau als Generalunternehmer aus.
Bonifatiuswerk-Präsident Manfred Müller bezeichnete das neue Mehrgenerationenhaus als besonderes Zeichen in einer Zeit der Polarisierung – als Kontrapunkt für mehr Gemeinschaft und Miteinander, der auch auf die Nachbarschaft ausstrahlen soll. Mit 18 Wohnungen, barrierefreien Standards und einem eigenen Begegnungshaus im Garten ist am Tegelweg ein Ort entstanden, an dem Jung und Alt künftig unter einem Dach leben.
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