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50 Oldtimer im Wald: Dieser Skulpturenpark bei Essen ist kein gewöhnlicher Lost Place
18. Oktober 2026

50 Oldtimer verrotten bewusst im Wald bei Erkrath: Der Autoskulpturenpark im Neandertal ist ein ungewöhnlicher Ausflugstipp für NRW mit Infos zu Anreise und…

Wenn Autos Teil der Natur werden

Normalerweise denkst du bei Lost Places an heimliche Streifzüge durch verlassene Fabriken oder Villen. Im Neandertal bei Erkrath ist das anders. Dort steht ein Ort, der aussieht wie ein verwunschener Autofriedhof, aber in Wirklichkeit ein bewusst angelegter Skulpturenpark ist. Rund 50 historische Fahrzeuge, alle aus dem Baujahr 1950, stehen mitten im Wald und werden Stück für Stück von Moos, Wurzeln und Laub eingenommen. Kein Zufall, sondern Konzept.

Ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art

Hinter dem Projekt steckt der Düsseldorfer Autohändler, Rennfahrer und Künstler Michael Fröhlich. Wie dortmund.t-online.de berichtet, erfüllte er sich zu seinem 50. Geburtstag einen ausgefallenen Wunsch: Er kaufte 50 Oldtimer, alle aus seinem eigenen Geburtsjahr 1950, und stellte sie auf seinem rund 20.000 Quadratmeter großen Waldgrundstück im Neandertal auf. Seitdem dürfen die Wagen dort einfach stehen bleiben – ganz ohne Restaurierung, dafür mit jeder Menge Patina.

Unter den Fahrzeugen finden sich nach Angaben von dortmund.t-online.de Marken wie Mercedes-Benz, Rolls-Royce, Jaguar und Porsche. Für eingefleischte Oldtimer-Fans mag das im ersten Moment schon ein bisschen wehtun. Gleichzeitig macht genau das den Park so besonders: Die Autos sind längst keine Sammlerstücke mehr, sondern Teil einer Landschaft, die sich von Jahr zu Jahr weiter verändert.

Mehr als nur Blech und Rost

Wer genau hinschaut, entdeckt auf dem Gelände noch einiges mehr als nur die Autos selbst. Laut speysight.de verstecken sich zwischen den Fahrzeugen kuriose Details wie ein nachgebautes Stück der Berliner Mauer inklusive Pissoir und Waschbecken, eine rostende englische Telefonzelle, eine alte Ampel auf dem Waldboden sowie jede Menge Gartenzwerge, die zwischen den verwitterten Karosserien auftauchen. Diese kleinen, ironisch gebrochenen Details machen aus dem Park mehr als nur eine Ansammlung alter Autos – sie geben dem Ganzen eine fast spielerische Note.

Kein geheimer Ort, sondern privat organisiert

Wichtig zu wissen: Der Autoskulpturenpark ist kein klassischer Lost Place, den man heimlich erkundet. Das Gelände ist privat und wird kontrolliert geöffnet. Nach Angaben von dortmund.t-online.de ist der Park in der Regel nur sonntags von 13 bis 16 Uhr zugänglich. Der Eintritt kostet 10 Euro pro erwachsene Person, wer fotografieren möchte, zahlt 20 Euro mit Fotoerlaubnis. Kinder kommen kostenlos rein, Hunde sind auf dem Gelände nicht erlaubt. Da es sich um Privatgelände handelt, lohnt sich vorab ein Blick auf aktuelle Öffnungszeiten.

Die Adresse lautet Neandertal 11, 40699 Erkrath. Mit dem Auto ist der Park vom Dortmunder Stadtgebiet aus in etwa 50 Minuten erreichbar. Auch mit Bus und Bahn kommst du hin: Vom Dortmunder Hauptbahnhof geht es nach Wuppertal und von dort mit der S8 weiter zur Station Hochdahl, von wo aus du noch 17 Minuten laufen musst. Alternativ bringt dich die S28 bis zur Haltestelle Neanderthal, von dort sind es nur sechs Minuten zu Fuß. Insgesamt solltest du mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen 100 Minuten und zwei Stunden einplanen.

Perfekt kombinierbar mit dem Neanderthal Museum

Wer den Ausflug ausweiten will, kann den Skulpturenpark gut mit einem Besuch im Neanderthal Museum verbinden. Das Museum in der Talstraße 300 in Mettmann ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt beginnt bei 11,90 Euro für Erwachsene und 8,08 Euro für Kinder, Familien bekommen 15 Prozent Rabatt. Dort geht es um die Menschheitsgeschichte und den Fundort des Neandertalers – inklusive Fundstelle, Erlebnisturm und Wegen durch das Tal.

Gerade im Herbst und Winter, wenn Nebel über dem Gelände hängt und das Laub die Autos noch mehr einhüllt, zeigt sich der Park von seiner stimmungsvollsten Seite. Ein Ausflug, der zeigt: Manchmal braucht es keinen klassischen Lost Place, um einen besonderen Ort zu finden.

Quellen


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