Kölner Schussserie weitet sich aus: Nach fast 30 Fällen seit Pfingsten wurde jetzt auch in Brühl ein Haus beschossen. Alle Infos und Hintergründe hier.
In der Nacht zu Sonntag hat’s wieder geknallt: In der Brühler Innenstadt an der Römerstraße wurde ein Wohn- und Geschäftshaus beschossen. Verletzt wurde zum Glück niemand, aber getroffen hat’s das Erdgeschoss ordentlich.1 Leute aus der Nachbarschaft haben kurz nach Mitternacht Knalle gehört und die Polizei alarmiert. Am Morgen hat der Hausbesitzer dann gesehen, dass einiges beschädigt ist.1
Die Polizei im Rhein-Erft-Kreis hat direkt mit der Spurensicherung angefangen und zwei Projektile gesichert. Wie viele Schüsse insgesamt gefallen sind, weiß man noch nicht genau, und auch Hinweise auf mögliche Täter gibt’s bisher keine.1
Ganz neu ist das Thema aber nicht. Schon in der Nacht auf Samstag, den 17. Oktober, gab’s in Köln gleich zwei Schussvorfälle – in Merkenich und in Rodenkirchen. Dort hat’s ein Wohnhaus und ein Restaurant erwischt.1 Mittlerweile ermittelt die Polizei im Raum Köln seit Pfingsten in etwa 30 Fällen. Nach ersten Erkenntnissen könnte das Ganze mit Organisierter Kriminalität zu tun haben.1
In dem Zusammenhang fällt auch immer wieder der Begriff „Crime as a Service“. Dahinter steckt wohl das Prinzip, dass Auftraggeber junge Leute gegen Geld für solche Taten anheuern.1 Ob der Vorfall in Brühl tatsächlich zu dieser Kölner Serie dazugehört, wollte ein Polizeisprecher aus dem Rhein-Erft-Kreis noch nicht bestätigen – die Kölner Polizei sei aber informiert worden.1 Die Kriminalpolizei Köln ermittelt jetzt in dem Fall. Wer was weiß, kann sich unter 0221 229-0 oder per Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de melden.1
Während in Köln und Umgebung die Ermittlungen zur Schussserie weiterlaufen, bleibt auch ein anderer Fall aus NRW aktuell: Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, wird seit dem 16. Oktober 2026 ein elfjähriger Junge aus Ibbenbüren vermisst. Er ist damals nicht vom Sporttraining nach Hause gekommen, sein Fahrrad wurde unbewacht in der Nähe gefunden.2 Weil sich der Junge sonst immer zuverlässig gemeldet hat, macht sich die Polizei große Sorgen.2
Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass er möglicherweise zusammen mit einem Familienmitglied versucht hat, nach Portugal zu reisen.2 Die Polizei beschreibt ihn als schwarzhaarig, mit dunklen Augen, athletischer Figur und dunklem Teint – was er aktuell trägt, ist aber leider nicht bekannt.2 Wer Hinweise hat, soll sich bei der Polizei NRW melden.2
Egal ob Schussserie in Köln und Brühl oder der vermisste Elfjährige aus Ibbenbüren – in beiden Fällen ist die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Wenn euch also irgendwas Verdächtiges auffällt oder ihr Infos habt, die weiterhelfen könnten, meldet euch lieber einmal zu viel als zu wenig. Wir halten euch bei Antenne NRW natürlich auf dem Laufenden, sobald es Neuigkeiten zu beiden Fällen gibt.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!