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Kabayel-Hammer: WM-Kampf gegen Hysa steigt im Fußballstadion
18. Oktober 2026

Agit Kabayel verteidigt seinen WM-Titel am 28. November gegen Nelson Hysa im Düsseldorfer Stadion vor über 50.000 Fans. Alle Hintergründe zum Mega-Kampf.

Kabayels großer Traum wird wahr

Fußballstadion statt Boxarena: Agit Kabayel bekommt für seine erste Titelverteidigung als WBC-Schwergewichtsweltmeister die ganz große Bühne. Am 28. November steigt der Bochumer gegen den Albaner Nelson Hysa in den Ring – und zwar in der Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf, dem Stadion von Fortuna Düsseldorf. Das teilten der übertragende Streaminganbieter DAZN und Promoter Queensberry mit. Satte 54.600 Plätze bietet das Stadion, damit wird der Kampfabend zu einer der größten Box-Kulissen, die Deutschland seit Langem gesehen hat.

Für Kabayel ist das ein echter Kindheitstraum, der wahr wird. Laut DAZN sagte der 34-Jährige: „Schon als Kind war ein WM-Kampf im Stadion mein größter Traum. Das ist der Beweis: Egal, woher du kommst – harte Arbeit macht Träume wahr.“ Nachdem Kabayel im Januar sein großes Homecoming noch in der Rudolf-Weber-Arena in Oberhausen gefeiert hatte, geht es jetzt eine Nummer größer.

Kurios: Kampf war schon geplatzt

Die Geschichte rund um den Gegner nahm zuletzt einige Wendungen. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, war der Kampf zwischen Kabayel und Hysa bereits öffentlichkeitswirksam geplatzt, nachdem Kabayels Management Hysa vorgeworfen hatte, nachträglich die doppelte Gage gefordert zu haben. Spekuliert wurde danach unter anderem über einen möglichen Kampf gegen den früheren Olympiasieger Tony Yoka.

Hysa selbst widersprach den Vorwürfen in mehreren Videos und zeigte dabei einen bereits unterschriebenen Vertrag. Am Ende einigten sich beide Seiten doch noch, das Thema im Ring statt in viralen Clips zu klären. Kabayel machte seine Gegnerwahl schließlich offiziell und stellte dabei klar, dass die Fan-Lager von Kurden und Albanern nicht gegeneinander aufgehetzt werden sollten, auch wenn beide Boxer sich nicht mögen.

Wer ist Hysa – und warum gerade er?

Der 41-jährige Hysa bringt laut WAZ eine lange Karriere mit einigen Amateur-Erfolgen und bislang 25 Siegen in 25 Profikämpfen mit, zählt aber nicht zur absoluten Weltspitze im Schwergewicht. Für Kabayel ist der Kampf damit in erster Linie eine Pflichtverteidigung seines Titels. Dass die Wahl dennoch auf Hysa fiel, hat laut WAZ einen einfachen Grund: Die anderen Top-Kämpfer der Division sind in den kommenden Monaten bereits anderweitig verplant, und Hysa sorgte mit seiner lautstarken Art für genug Aufmerksamkeit, um Kabayel seinen Stadion-Traum zu ermöglichen.

Vom Interims-Titel zum echten Champion

Wie DAZN berichtet, war Kabayel nach seinem Sieg über Damian Knyba im Januar zunächst zum WBC-Interimschampion aufgestiegen. Der Verband forderte danach eigentlich Oleksandr Usyk zum Kampf gegen Kabayel auf, doch der Ukrainer legte seine Titel nieder – damit wurde Kabayel offiziell zum Weltmeister gekürt. Am 5. September erhielt er seinen Gürtel offiziell vom Verband überreicht, auf dem Bochumer Rathausplatz feierten ihn seine Fans als ersten deutschen Schwergewichts-Champion seit Max Schmeling.

Nachdem ein möglicher Vereinigungskampf gegen Usyk nicht zustande kam, begab sich das Team um Promoter Frank Warren und Manager Spencer Brown auf die Suche nach einem neuen Gegner. Hysa hatte Kabayel laut DAZN bereits am Rande des IBF-Titelkampfes zwischen Filip Hrgovic und Moses Itauma öffentlichkeitswirksam herausgefordert.

Symbolträchtiges Datum

Besonders pikant: Der 28. November fällt laut WAZ exakt auf den Tag, an dem elf Jahre zuvor Wladimir Klitschko in Düsseldorf gegen Tyson Fury seine Weltmeistertitel verlor. Eine Historie, in der sich Kabayel nur zu gerne selbst verewigen würde. Sollte Kabayel seinen Titel gegen Hysa erfolgreich verteidigen, will er seine Ambitionen auf einen Vereinigungskampf gegen einen der anderen Schwergewichts-Weltmeister untermauern. Aktuell halten laut DAZN Filip Hrgovic (IBF), Murat Gassiev (WBA) und Daniel Dubois (WBO) die übrigen Titel. Der Kampfabend wird exklusiv als Pay-per-View bei DAZN übertragen.

Quellen


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