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30 Jahre Neanderthal Museum: So sieht das Update aus
20. Oktober 2026

Neanderthal Museum feiert 30 Jahre mit neu gestalteter Dauerausstellung, frischen Mitmachstationen und spannendem Herbstferien-Programm für die ganze Familie.

Neues Gewand für einen echten Klassiker

Das Neanderthal Museum in Mettmann wird 30 – und zeigt sich pünktlich zum Jubiläum 2026 in neuem Look. Gleich drei Bereiche der Dauerausstellung wurden komplett neu gestaltet. Von der Entdeckung des Neanderthalers über die Erfindungen der Steinzeit bis zur Frage, was uns Menschen heute eigentlich miteinander verbindet – hier gibt’s auf einen Schlag jede Menge neue Inszenierungen, Mitmachstationen und Geschichten zu entdecken.

Die Entdeckung wird lebendig

Gleich zu Beginn der Ausstellung taucht ihr jetzt in die ursprüngliche Landschaft des Neandertals ein, bevor der Kalkabbau sie für immer veränderte. Historische Gemälde zeigen, wie spektakulär die einstige Felsschlucht einmal ausgesehen hat. Auch die Geschichte der Entdeckung selbst bekommt mehr Platz: In der neu inszenierten Höhle könnt ihr Knochen und Steinwerkzeuge entdecken und die vier eindrucksvollen, bewegten Szenen auf der Höhlenwand verfolgen, die vom Fund bis zu Johann Carl Fuhlrotts Erkenntnis über dessen Bedeutung erzählen. An einer neuen digitalen Forschungsstation könnt ihr die Knochen des Neanderthalers sogar selbst in 3D untersuchen.

Wie die Rheinische Post berichtet, hat sich das Museum zu seinem 30. Geburtstag ein spektakuläres Update seiner Dauerausstellung gegönnt, mit dem das Besuchserlebnis aufs nächste Level gehoben wird.

Werkzeug, Wissen und die Frage nach Verbindung

Im neu gestalteten Bereich „Werkzeug und Wissen“ dreht sich alles um die Frage, was Menschen eigentlich einzigartig macht. Denn auch Tiere nutzen Werkzeuge – Schimpansen angeln mit Stöcken, Krähen formen Haken. Der Unterschied: Menschen geben ihr Wissen weiter und entwickeln Ideen über Generationen hinweg immer weiter.

Der Ausstellungsabschluss „Kommunikation und Gesellschaft“ wurde ebenfalls komplett neu gestaltet und widmet sich einer persönlichen Frage: Was verbindet uns eigentlich? Laut WDR greift die immersive Inszenierung die Idee einer gemeinsamen mütterlichen Abstammung aller heute lebenden Menschen auf und erklärt, dass die mitochondriale DNA aller Menschen auf eine Frau zurückgeht, die vor vielen Zehntausend Jahren gelebt hat. Der Ort lädt zum Ankommen, Verweilen und Nachdenken ein – im Mittelpunkt steht nicht mehr nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft.

Herbstferien mit Programm für die ganze Familie

Passend zum Jubiläum lohnt sich gerade jetzt ein Besuch: Vom 17. Oktober bis zum 1. November 2026 lud das Neanderthal Museum in den Herbstferien zu einer Zeitreise für die ganze Familie ein. Neben der frisch gestalteten Dauerausstellung konnten Besucher am Erlebnisturm Höhlenblick die berühmte Fundstelle erkunden, auf dem Steinzeitspielplatz toben oder im Eiszeitlichen Wildgehege Wisente, Auerochsen und Tarpane beobachten.

Auch zum Mitmachen gab’s einiges: Beim Workshop „Steinzeitlicht und Höhlenkunst“ gestalteten Kinder eigene Höhlenbilder und Tonlampen, beim „Steinzeit-Krimi“ ging es auf Spurensuche. Mit dem Angebot „Mit Oma und Opa in die Steinzeit“ gingen gleich zwei Generationen gemeinsam auf Zeitreise und bauten Steinzeitmesser. Wer schon immer wissen wollte, wie treffsicher die Vorfahren waren, konnte sich beim Familien-Bogenschießen selbst an Pfeil und Bogen versuchen. Am 25. Oktober gab es zudem einen kostenlosen Aktionstag zur Sonderausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“, bei dem Familien eigene Porträts gestalten konnten – diese Sonderausstellung war noch bis zum 1. November zu sehen.

Und das nächste Highlight kommt schon

Ab dem 21. November wartet mit der Jubiläumssonderausstellung „PLAYMOBIL Zeitreise Neandertal“ schon das nächste Extra: Menschheitsgeschichte im PLAYMOBIL-Format, mit riesigen Schaulandschaften und Mitmachstationen für kleine und große Gäste.

Die Neugestaltung der Dauerausstellung wurde mit Unterstützung von Förderern und Partnern wie der NRW-Stiftung, dem Landschaftsverband Rheinland, der Neanderthaler Gesellschaft, der Kreissparkasse Düsseldorf, RWE und Lhoist ermöglicht. Das Neanderthal Museum liegt an der Talstraße 300 in Mettmann und ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, in den NRW-Ferien auch montags.

Quellen


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