Falsche Wasserwerker täuschten in Duisburg-Hochfeld eine Seniorin und durchsuchten ihre Wohnung. Die Polizei sucht Zeugen und warnt vor der dreisten Masche.
Schon wieder haben Trickbetrüger zugeschlagen – diesmal in Duisburg-Hochfeld. Am Dienstagnachmittag (20. Oktober, gegen 16 Uhr) hat sich ein Unbekannter als Wasserwerker ausgegeben und sich so Zugang zur Wohnung einer Seniorin an der Graustraße verschafft.1 Was erstmal harmlos klingt, hatte es ziemlich in sich.
Der Mann behauptete, er müsse den Wasserdruck in der Wohnung checken. Während die Seniorin auf seine Anweisung hin brav das Wasser in der Dusche abwechselnd kalt und warm laufen ließ, schlich sich ein zweiter Mann unbemerkt in die Wohnung.1 Beide Täter gaben danach vor, noch den Keller kontrollieren zu müssen, und verschwanden. Erst später bemerkte die Frau, dass mehrere Schränke durchwühlt worden waren. Ob dabei Wertgegenstände geklaut wurden, ist noch Teil der Ermittlungen.1
Die Seniorin konnte beide Männer recht gut beschreiben. Der erste Täter soll etwa 1,65 Meter groß, rund 50 Jahre alt und korpulent gewesen sein. Er trug eine Baseballkappe und eine dunkle Jacke. Der zweite Mann war ebenfalls etwa 1,65 Meter groß, geschätzt 25 Jahre alt und hatte dunkle Haare.1
Das Kriminalkommissariat 32 hat die Ermittlungen übernommen und hofft jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer in dem Zeitraum etwas Verdächtiges an der Graustraße mitbekommen hat oder Angaben zu den Tätern machen kann, soll sich bei der Polizei Duisburg unter der Rufnummer 0203 2800 melden.1
Die Polizei macht noch mal klar: Trickdiebe sind oft super aufdringlich und nutzen gezielt die Gutmütigkeit oder Hilflosigkeit älterer Menschen aus. Deshalb geht der Appell nicht nur an die Senioren selbst, sondern auch an Angehörige und Nachbarn. Haltet die Augen auf, wenn ältere Menschen in eurem Umfeld Besuch von angeblichen Handwerkern bekommen, und sprecht offen über solche Gefahren. Fällt euch was Komisches auf, meldet euch bei der Polizei – lieber einmal zu viel als zu wenig.1
Solche Fälle zeigen mal wieder, wie wichtig es ist, als Nachbarschaft zusammenzuhalten. Ein kurzer Blick über den Gartenzaun oder ein Gespräch mit den Eltern und Großeltern kann schon viel bewirken, um solche fiesen Maschen zu verhindern.
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