Falscher Kammerjäger zockt Kiersper ab: Hohe Preise, erfundene Firma und die Mäuse sind immer noch da.
Stell dir vor, du hast ein Mäuseproblem zu Hause und suchst dir im Netz schnell Hilfe. Genau das ist einem 25-jährigen Mann aus Kierspe passiert – und am Ende stand er ohne Lösung, aber mit leerem Geldbeutel da.1 Die Polizei im Märkischen Kreis warnt jetzt vor genau solchen fiesen Maschen.
Der junge Kiersper hatte online nach einem Kammerjäger gesucht und die Nummer eines vorgeschlagenen Unternehmens gewählt. Am Dienstag erschien dann ein vermeintlicher Profi vor Ort in Rönsahl, um sich um die Mäuse zu kümmern.1 Erstmal wurden hohe Preise aufgerufen, am Ende einigte man sich auf einen mittleren dreistelligen Betrag – inklusive Anfahrtskosten und einem angeblichen Nachsorge-Termin.1
Klingt erstmal nach einem ganz normalen Auftrag, oder? Leider nicht. Während der „Arbeiten“ wurde der Verdacht immer größer, dass der Mann überhaupt keine Ahnung vom Fach hatte. Er soll laut Polizei lediglich Wasser verspritzt haben – von professioneller Schädlingsbekämpfung also keine Spur.1 Der Mann zog danach einfach von dannen. Die Mäuse? Immer noch da.1
Die Kripo hat sich die Sache natürlich genauer angeschaut und dabei schnell gemerkt: Name und Anschrift des angeblichen Unternehmens waren komplett frei erfunden.1 Sprich, hier wurde ganz bewusst mit einer Fake-Identität gearbeitet, um ahnungslose Leute über den Tisch zu ziehen. Die Ermittlungen laufen jetzt auf Hochtouren.1
Diese Geschichte zeigt mal wieder: Nicht alles, was online seriös aussieht, ist es auch. Gerade bei Dienstleistungen, die man schnell und unter Druck bucht, lohnt sich ein zweiter Blick. Ein paar Tipps, damit euch sowas nicht passiert:
Die Polizei im Märkischen Kreis macht nochmal deutlich: Wer bei solchen Einsätzen oder Angeboten etwas Verdächtiges beobachtet, soll sich direkt melden.1 Lieber einmal zu oft die Polizei verständigt, als am Ende ohne Geld und ohne Lösung dazustehen.
Der Fall aus Rönsahl ist ein gutes Beispiel dafür, wie dreist manche Betrüger mittlerweile vorgehen – mit erfundenen Firmen, hohen Preisen und null Fachwissen. Haltet also die Augen offen, wenn ihr online nach Handwerkern oder Dienstleistern sucht, und meldet euch bei der Polizei, falls euch etwas komisch vorkommt.
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