Sturmtief Luise sorgt für Verletzte, umgestürzte Bäume und Zugausfälle in NRW und darüber hinaus. Jetzt zieht mit Manja schon der nächste Sturm heran.
In einem früheren Beitrag haben wir euch schon erzählt, wie Sturmtief Luise die Essener Feuerwehr mit 61 Einsätzen in einer Nacht auf Trab gehalten hat. Jetzt zeigt sich: Essen war bei Weitem nicht die einzige Stadt, die mit den Sturmfolgen zu kämpfen hatte. Laut tagesschau.de hat der erste kräftige Herbststurm des Jahres vor allem im Westen und Südwesten Deutschlands deutliche Spuren hinterlassen.
Auch in Duisburg hat’s ordentlich gerumpelt: Die Feuerwehr zählte dort rund 40 Sturmschaden-Einsätze, wie tagesschau.de berichtet. Sturmböen brachten im gesamten Stadtgebiet Bäume zum Umstürzen, verletzt wurde dabei aber zum Glück niemand. An der A1 krachte ein größerer Baum gegen eine Lärmschutzwand, die Autobahn musste in Fahrtrichtung Köln zeitweise gesperrt werden.
Richtig dramatisch wurde es in Nastätten im Norden von Rheinland-Pfalz. Dort warf eine Sturmböe am Freitagnachmittag während eines Oktobermarkts ein Metallgestell um. Nach Angaben der Polizei wurden dabei zwei Menschen schwer verletzt, wie tagesschau.de schreibt. ZDFheute berichtet, dass einer der Verletzten sogar in Lebensgefahr schwebte und per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden musste. Bei den Schwerverletzten handelte es sich laut ZDFheute um zwei Festbesucher.
Auch der Bahnverkehr bekam Luise deutlich zu spüren. Am Karlsruher Hauptbahnhof flog laut tagesschau.de ein Gegenstand in die Oberleitung, Reisende sprachen von „massivem Funkenschlag“. Bei Pforzheim prallte eine Regionalbahn mit Hunderten Fahrgästen an Bord gegen einen Ast und musste auf der Strecke stehen bleiben. Bei Aachen blieb sogar ein ICE mit 280 Fahrgästen nach einem Oberleitungsschaden liegen und musste von einer Diesellok zum Bahnhof Stolberg geschleppt werden.
Auch im Rest von NRW machte sich der Sturm auf den Gleisen bemerkbar. Wie ZDFheute unter Berufung auf einen Bahnsprecher berichtet, kam es auf der Strecke zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde zu einem Oberleitungsschaden, weshalb die Strecke in beide Richtungen gesperrt wurde. Zwischen Neuss Hauptbahnhof und Meerbusch-Osterath waren die Gleise wegen eines umgestürzten Baums ebenfalls nicht befahrbar, eine weitere Einschränkung zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen konnte laut dem Sprecher schon wieder beseitigt werden.
Richtig entspannen können wir uns trotzdem noch nicht. Laut Deutschem Wetterdienst zieht Luise zwar im Laufe des Samstags Richtung Ostsee und Dänemark ab, tagsüber lässt der Wind vorübergehend nach. Aber: Ab dem Abend zieht von Westen schon das nächste Sturmtief namens Manja heran, wie tagesschau.de berichtet. In der Nacht zum Sonntag drohen demnach kräftiger Regen und stark auffrischender Südwestwind, teilweise sollen „unwetterartige Mengen“ an Regen fallen. An der Nordsee und am Feldberg im Schwarzwald sind laut DWD-Angaben sogar einzelne Orkanböen möglich.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erwartet laut tagesschau.de zudem deutlich erhöhte Wasserstände, in Hamburg könnte sogar eine Sturmflut auflaufen. Die Schnellfähren nach Helgoland fahren deshalb am Wochenende nicht, auch die Halligen werden nicht angesteuert.
Wer draußen unterwegs ist, sollte also weiterhin vorsichtig sein. Der DWD empfiehlt, frei stehende Gegenstände wie Gartenmöbel oder Zelte gut zu sichern. Städte wie Köln und Aachen raten laut ZDFheute sogar dazu, Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen vorerst zu meiden.
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