In Neuss wurden zwei Weltkriegsbomben an der Moselstraße entschärft, die A57 war zeitweise gesperrt und 20 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.
In Neuss sind am Freitag (23.10.2026) zwei Fünf-Zentner-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Gefunden wurden sie bei Sondierungsarbeiten im Bereich der Moselstraße, ganz in der Nähe der Autobahn 57. Wie die Stadt Neuss mitteilt, hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf die beiden Blindgänger nach eingehender Untersuchung am selben Tag entschärft.
Für die Entschärfung musste die A57 zwischen dem Kreuz Neuss-West und der Anschlussstelle Neuss-Reuschenberg gesperrt werden. Nach Angaben von NE-WS 89.4 verzögerte sich der Start, weil die Sperrung an einem Autobahnzubringer länger dauerte als geplant. Ab etwa 14 Uhr waren die Straßen schließlich dicht, befahrbar blieben dagegen das Kreuz Neuss-West, die Anschlussstelle Neuss-Reuschenberg sowie die Jülicher Landstraße und der Konrad-Adenauer-Ring. Die Stadt Neuss bat Autofahrerinnen und Autofahrer, den Bereich weiträumig zu umfahren, da mit erhöhtem Verkehrsaufkommen auf den umliegenden Straßen zu rechnen war.
Gegen 15 Uhr begann die eigentliche Entschärfung. Um 15:45 Uhr kam die Entwarnung: Beide Weltkriegsbomben waren erfolgreich entschärft, die Sperrungen konnten aufgehoben werden.
Rund um den Fundort galt ein Evakuierungsradius von 300 Metern. Da sich in diesem Bereich überwiegend Gewerbebetriebe befinden, mussten laut Stadt Neuss nur 20 Anwohnerinnen und Anwohner vorübergehend ihre Häuser verlassen. Zusätzlich sperrte das Ordnungsamt die Wege am Reuschenberger See für die Dauer der Entschärfung. Auch die Jakob-Koch-Straße und der Ring der Moselstraße waren betroffen.
Neben dem Straßenverkehr musste auch der Bahnverkehr auf der Nebenstrecke zwischen Neuss und Grevenbroich eingeschränkt werden. Die Stadt Neuss riet Fahrgästen, die aktuellen Durchsagen der Bahn zu beachten. Für Rückfragen rund um die Bombenentschärfung hatte die Stadt zudem ein Info-Telefon eingerichtet.
Durchgeführt wurde die Entschärfung von Julian Granzow und Alexander Püttmann vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. Beide Bomben konnten ohne Zwischenfälle unschädlich gemacht werden, sodass die Sperrungen am Nachmittag Stück für Stück wieder aufgehoben wurden.
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