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Sturm-Chaos in NRW: Zwei Tiefs sorgen für Feuerwehr-Dauerstress
25. Oktober 2026

Zwei Sturmtiefs sorgten in NRW für hunderte Feuerwehreinsätze, umgestürzte Bäume und Bahnchaos. Wir fassen zusammen, was passiert ist und wie’s weitergeht.

Wenn der Herbst richtig zuschlägt

Dieses Wochenende hatte es in sich: Gleich zwei Sturmtiefs nacheinander haben NRW ordentlich durchgeschüttelt. Umgestürzte Bäume, kaputte Dächer und Chaos im Bahnverkehr – die Feuerwehren im ganzen Land waren im Dauereinsatz. Wir zeigen euch, was am Wochenende los war und was die neue Woche wetter-technisch für euch bereithält.1

Erst Luise, dann Manja

Am Freitagabend ging’s los: Sturmtief „Luise“ fegte über NRW und hinterließ ordentlich Schäden. Bäume und dicke Äste krachten auf Straßen, Gehwege und sogar Gebäude. Bei Weeze im Kreis Kleve hat’s sogar ein komplettes Windrad erwischt – das ist einfach umgeknickt und auf ein Feld gestürzt. Kaum hatte sich die Lage beruhigt, legte Sturmtief „Manja“ bis in den Sonntag nach nochmal nach.1

Essen und Duisburg ganz vorne mit dabei

Besonders hart hat’s Essen getroffen: Die Feuerwehr musste dort binnen 24 Stunden sage und schreibe 110 Mal sturmbedingt ausrücken. Herabstürzende Äste beschädigten Autos, Straßenlaternen und Stromleitungen. Ein Baum krachte sogar auf ein Hausdach – zum Glück wurde niemand verletzt.1

Auch in Duisburg war ordentlich was los: Rund 40 Einsätze zählte die Feuerwehr bis Samstag. Ein Baum stürzte auf einen Kiosk, weitere fielen in Stromleitungen. Eine Autofahrerin krachte sogar gegen einen umgestürzten Baum – auch hier blieb’s zum Glück bei Sachschäden.1

Auch andere Städte mittendrin statt nur dabei

Die Liste der betroffenen Städte ist lang: In Wuppertal gab’s 54 wetterbedingte Einsätze, in Bottrop 23 und in Leverkusen 18 – dort mussten sogar komplette Straßen wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. In Remscheid krachte ein größerer Baum gegen eine Lärmschutzwand an der Autobahn und drohte sogar auf die Fahrbahn zu kippen – die Strecke Richtung Köln musste vorübergehend dicht gemacht werden.1

Auch in Mülheim an der Ruhr (über 30 Einsätze), Mönchengladbach (28 Einsätze) und Bedburg-Hau waren die Einsatzkräfte im Dauerstress. In Mönchengladbach beschädigten umgestürzte Bäume sogar zwei Hausdächer.1

Bahnverkehr komplett durcheinander

Wer am Wochenende mit der Bahn unterwegs war, hatte vermutlich wenig Spaß: Auf mehreren Strecken in NRW lagen Bäume auf den Gleisen oder in Oberleitungen. Das sorgte für Sperrungen, Verspätungen und Ausfälle ohne Ende. Richtig heftig wurde’s in Legden im Kreis Borken: Dort mussten rund 30 Fahrgäste aus einer entgleisten Bahn evakuiert werden, nachdem ein Baum die Gleise blockiert hatte.1

Auch am Sonntag ging’s munter weiter: Zwischen Münster und Recklinghausen sorgte ein Baum in der Oberleitung bei Marl-Sinsen für Umleitungen und rund 15 Minuten Verspätung. Die S2 zwischen Gelsenkirchen und Essen sowie die Strecke zwischen Bönen und Unna waren ebenfalls betroffen.1

Manja legt nochmal nach

Die Nacht zum Sonntag war alles andere als ruhig. Bochum meldete 14 weitere Einsätze, meist wegen abgebrochener Äste. Essen kam auf nochmal über 60 zusätzliche Einsätze seit Samstagnachmittag – vor allem nach Mitternacht hagelte es Notrufe. In Dortmund musste sogar ein Kran anrücken, um einen Baum von einem Haus zu entfernen. Bei rund 50 Einsätzen seit Samstagmittag blieb’s dort aber bei Sachschäden.1

Und wie geht’s weiter?

Laut Deutschem Wetterdienst bleibt’s auch zum Wochenbeginn wechselhaft. Der Sonntag selbst brachte nochmal stürmische Böen von 55 bis 70 km/h, bevor es zur Nacht etwas ruhiger wurde. Der Montag startet zwar erstmal wolkig und trocken, zum Nachmittag soll’s aber wieder regnen – und auch stürmische Böen sind nicht ausgeschlossen. Der Dienstag macht laut DWD-Prognose munter weiter mit Nässe und Wind.1

Fazit: Wer dieses Wochenende in NRW unterwegs war, hat vermutlich schon gemerkt, dass der Herbst keine halben Sachen macht. Behaltet also lieber nochmal einen Blick auf die Wettervorhersage, bevor ihr losfahrt – Äste und umgestürzte Bäume können schließlich überall lauern.

Quellen

  1. Zwei Sturmtiefs halten Feuerwehren in Atem


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