Zwei Sturmtiefs sorgen in NRW für umgestürzte Bäume, Bahn-Chaos und hunderte Feuerwehreinsätze. Lest hier, wie es diese Woche mit dem Wetter weitergeht.
Puh, was für ein Wochenende! Wenn ihr in NRW wohnt, habt ihr es wahrscheinlich selbst mitbekommen: Zwei Sturmtiefs sind kurz hintereinander über unser Bundesland gefegt und haben ordentlich Chaos verursacht.1 Erst kam „Luise“ am Freitagabend, dann legte „Manja“ direkt nach – und die Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun.
Besonders hart hat es Essen erwischt: Dort musste die Feuerwehr binnen 24 Stunden sage und schreibe 110 Mal ausrücken.1 Umgestürzte Äste haben Autos, Laternen und Stromleitungen beschädigt, sogar ein Baum krachte auf ein Hausdach – zum Glück ohne Verletzte.
Auch in Duisburg war ordentlich was los: rund 40 sturmbedingte Einsätze, ein Baum stürzte auf einen Kiosk und eine Autofahrerin krachte gegen einen umgefallenen Baum.1 In Wuppertal zählte man 54 Einsätze, in Bottrop 23 und in Leverkusen 18 – hier mussten Straßen wegen umgestürzter Bäume sogar komplett gesperrt werden.
Richtig kurios wurde es in Remscheid: Ein großer Baum krachte gegen eine Lärmschutzwand an der Autobahn und drohte weiter auf die Fahrbahn zu kippen. Die Strecke Richtung Köln musste deshalb vorübergehend gesperrt werden.1 Auch in Pulheim, Mülheim an der Ruhr, Mönchengladbach und Bedburg-Hau waren die Einsatzkräfte ununterbrochen im Dauerstress mit umgestürzten Bäumen, beschädigten Ampeln und losen Bauteilen.
Der Sturm hat nicht nur auf der Straße für Probleme gesorgt, sondern auch auf der Schiene. Auf mehreren Strecken lagen Bäume auf den Gleisen oder hingen in Oberleitungen fest – die Folge waren Verspätungen, Sperrungen und Zugausfälle.1 Richtig dramatisch wurde es in Legden im Kreis Borken: Dort musste eine entgleiste Bahn evakuiert werden, nachdem ein Baum die Gleise blockiert hatte. Rund 30 Fahrgäste mussten raus.1
Auch am Sonntag ging das Bahn-Drama weiter: Zwischen Münster und Recklinghausen sorgte ein Baum in der Oberleitung bei Marl-Sinsen für Umleitungen und rund 15 Minuten Verspätung. Auf der S2 zwischen Gelsenkirchen und Essen sowie zwischen Bönen und Unna gab’s ebenfalls Beeinträchtigungen.1
Kaum hatte sich der erste Sturm gelegt, kam schon der zweite. Sturmtief „Manja“ sorgte in der Nacht zum Sonntag nochmal für kräftige Böen und Regen.1 Die Bochumer Feuerwehr musste in der Nacht 14 Mal ausrücken, meistens wegen abgebrochener Äste.
In Essen kamen seit Samstagnachmittag nochmal über 60 weitere Einsätze dazu – vor allem seit Mitternacht häuften sich die Notrufe.1 In Dortmund musste sogar ein Kran anrücken, um einen Baum zu entfernen, der gegen ein Haus gekippt war. Insgesamt zählte die Dortmunder Feuerwehr rund 50 Einsätze, zum Glück ohne Verletzte.
Laut Deutschem Wetterdienst bleibt es auch am Sonntag noch wechselhaft mit stürmischen Böen von bis zu 70 Stundenkilometern.1 Zur Nacht sollten die Böen dann aber langsam abschwächen. Der Montag startet erstmal wolkig und trocken, am Nachmittag soll es aber wieder regnen – stürmische Böen sind weiterhin nicht ausgeschlossen. Und auch am Dienstag wird’s laut DWD nochmal nass und böig.
Fazit: Regenjacke und festes Schuhwerk solltet ihr diese Woche definitiv griffbereit halten. Und wenn ihr unterwegs seid – schaut lieber zweimal nach oben, bevor ihr unter einem Baum parkt!
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