Fake-Warnung auf Erotikseite kostet Bielefelder über 800 Euro: Die Polizei warnt vor dreister Betrugsmasche mit angeblich fehlender Firewall und Fake-Support.
Stellt euch vor: Ihr surft ganz entspannt am Laptop, landet aus Versehen auf einer Erotikseite und plötzlich poppt ein Fenster auf, das euch erzählt, euer Rechner sei total ungeschützt. Genau das ist einem Bielefelder am Donnerstag, den 22.10.2026, gegen 16 Uhr passiert – und die Sache endete richtig teuer.1
Der Mann erstattete am darauffolgenden Montag Anzeige bei der Polizei Bielefeld. Er schilderte, dass sich nach dem Aufruf der Seite ein Warnfenster geöffnet habe, das behauptete, es gäbe keine Firewall und seine Daten seien dadurch angreifbar. Klingt erstmal nach einem typischen Fake-Alarm, oder? Trotzdem rief er die angegebene Nummer an – und genau da fing der eigentliche Betrug erst richtig an.1
Am Telefon wiederholte der angebliche Support-Mitarbeiter immer wieder, dass seine Daten in Gefahr seien. Mit dieser Masche überredete er den Bielefelder dazu, ein Fünf-Jahres-Abo für ein angebliches Sicherheitssystem abzuschließen. Und dann wurde es richtig dreist: Gemeinsam mit dem Unbekannten loggte sich der Mann in sein Online-Banking ein und überwies sofort über 800 Euro.1
Erst etwas später wurde dem Bielefelder klar, dass er gerade Opfer eines Betrugs geworden war. Er handelte dann aber genau richtig: Er ließ sein Konto sofort bei seiner Bank sperren, um weiteren Schaden zu verhindern.1
Das Fiese an solchen gefälschten Warnmeldungen: Sie können jederzeit und auf den unterschiedlichsten Internetseiten auftauchen – nicht nur auf Erotikseiten. Die Täter setzen gezielt auf Angst und Zeitdruck, damit ihr nicht lange nachdenkt, sondern sofort handelt. Genau in diesem Moment der Panik lassen sich Menschen am leichtesten dazu bringen, fremden Personen Zugriff auf ihren Computer oder sogar ihre Online-Banking-Daten zu geben.1
Die Polizei Bielefeld warnt deshalb ganz klar: Bleibt wachsam und gebt niemals Unbekannten die Kontrolle über euren Rechner oder eure Bankdaten. Ein seriöses Sicherheitsunternehmen würde euch niemals am Telefon dazu drängen, sofort eine Überweisung zu tätigen.1
Solche Betrugsmaschen können jeden treffen, egal ob jung oder alt. Erzählt ruhig auch euren Eltern oder Großeltern von diesem Fall – manchmal reicht schon eine kurze Warnung, um einen teuren Fehler zu verhindern.
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