Überschlag-Simulator, Rauschbrille und ein echtes Unfallauto: So erlebten 620 Schüler in Warburg Verkehrssicherheit hautnah und ganz ohne echtes Risiko.
Wie fühlt sich eigentlich ein Überschlag im Auto an? Und was darf man mit nem E-Scooter überhaupt machen? Genau diese Fragen durften rund 620 Schülerinnen und Schüler der Erd-Charta-Schule in Warburg am eigenen Leib erfahren – und zwar ganz ohne echtes Risiko.1 An einem ganzen Schultag standen 24 Stationen bereit, die sich komplett um das Thema Sicherheit im Straßenverkehr gedreht haben.1
Organisiert haben das Ganze die Kreispolizeibehörde Höxter und die Verkehrswacht NRW gemeinsam mit Schulleitung und Lehrerkollegium.1 Für alle Jahrgänge von der fünften bis zur zehnten Klasse gab’s was zu entdecken – und zwar nicht nur trockene Theorie, sondern waschechte Erlebnisse.1 Der Überschlagssimulator und der Aufprallsimulator waren den ganzen Tag über dicht umlagert, genauso wie die berüchtigte „Rauschbrille“, die zeigt, wie verschwommen die Welt mit zu viel Alkohol im Blut plötzlich aussieht.1
Auch die Präsentation zum toten Winkel am LKW und ein Scooter-Simulator kamen super an.1 Mit im Boot waren außerdem Feuerwehr und DRK, die den Tag mit eigenen Angeboten unterstützt haben.1 Für die Jüngeren gab’s extra „Bewegungswelten“, während manche Stationen bewusst nur für die älteren Jahrgänge freigegeben wurden.1
Besonders eindringlich: ein echtes Unfallfahrzeug, bei dem ein junger Mann bei einem illegalen Straßenrennen sein Leben verloren hat.1 Die Geschichte dahinter hat die Jugendlichen sichtlich berührt und sollte genau das bewirken – nämlich zeigen, dass Risiken im Straßenverkehr echt sind und nicht nur graue Theorie.1 Notfallseelsorger haben zusätzlich Einblicke in ihre Arbeit gegeben, bevor ein Verkehrsquiz den ereignisreichen Vormittag abgerundet hat.1
Die monatelange Vorbereitung hat sich für alle Beteiligten ausgezahlt – das zeigt die positive Bilanz von Schule, Polizei und Verkehrswacht.1 An den Stationen sind jede Menge persönliche Gespräche und Rückfragen entstanden, und das Lehrerkollegium hat gemerkt: „Die Kinder sind ganz anders bei der Sache als wenn nur ein Lehrer davon erzählt“.1
Am Ende soll der Tag natürlich vor allem eins: die Schülerinnen und Schüler vor gefährlichen Situationen im Straßenverkehr schützen.1 Und wer weiß – vielleicht hat der ein oder andere sogar Lust auf einen Job bei der Polizei bekommen, denn auch die Einstiegsmöglichkeiten in den Polizeiberuf wurden an diesem Tag vorgestellt.1 So ein Verkehrssicherheitstag zeigt mal wieder: Learning by Doing schlägt trockene Theorie um Längen.
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