Vor dem DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig wurde der Gästeblock in Essen zubetoniert. Alle Infos zum Beton-Eklat an der Hafenstraße liest du hier.
Eigentlich sollte es vor dem DFB-Pokalspiel zwischen Rot-Weiss Essen und RB Leipzig am Dienstagabend nur um Fußball gehen. Stattdessen sorgte eine nächtliche Aktion für Aufregung: Der Zugang zum Gästeblock im Stadion an der Hafenstraße wurde über Nacht einfach zubetoniert. Wie der WDR berichtet, haben bisher unbekannte Täter den Zugang zum Gästebereich versiegelt, um RB-Fans offensichtlich den Zugang zu verwehren.
Oberhalb des einbetonierten Tores hinterließen die Täter eine klare Botschaft: „Bullen müssen heute draußen bleiben“ stand dort geschrieben. Dass RB Leipzig in großen Teilen der deutschen Fanszene auf wenig Sympathie trifft, ist kein Geheimnis. Laut dem Portal derwesten.de lehnen insbesondere Fanszenen von Traditionsvereinen den Ostklub ab – diese Abneigung dürfte auch hinter der Beton-Aktion in Essen stecken.
Nach Angaben von derwesten.de, die sich auf die „WAZ“ beruft, wurden zwei Zäune am Eingang des Gästeblocks durch Beton miteinander verschmolzen. Damit war der Bereich für anreisende Leipzig-Fans zunächst nicht mehr passierbar.
Dass RWE im Vorfeld offiziell darauf hingewiesen hatte, Gästefans könnte trotz gültiger Eintrittskarte der Zugang zu den Heimbereichen verwehrt werden, erscheint im Nachhinein in einem ganz anderen Licht, wie der WDR anmerkt. Am Dienstagvormittag waren dann Mitarbeiter der Stadt Essen gemeinsam mit RWE-Angestellten mit dem Abriss der Betonkonstruktion beschäftigt. Laut „WAZ“ war der Zugang zum Gästeblock anschließend wieder möglich.
Der zeitliche Druck war dabei durchaus gegeben: Laut derwesten.de sollte das Stadion an der Hafenstraße planmäßig bereits um 16.30 Uhr seine Tore öffnen, bevor um 18 Uhr der Anpfiff zum Pokalspiel erfolgte. Bis dahin musste der Beton-Vorfall also zwingend gelöst sein.
Besonders kurios: Aus Leipzig wurden laut derwesten.de rund 500 Gästefans erwartet. Die Kapazität des Gästeblocks liegt bei bis zu 2.500 Plätzen – war also bei weitem nicht ausgeschöpft. Trotzdem sorgte die nächtliche Zubetonierung des Zugangs für ordentlich Wirbel rund um die Partie.
Sportlich steht für Rot-Weiss Essen einiges auf dem Spiel: Wie derwesten.de berichtet, hat es der Drittligist erstmals seit 2021 wieder über die 1. Runde des DFB-Pokals hinausgeschafft. In Runde eins hatte sich RWE mit 2:0 gegen den FC St. Pauli durchgesetzt, während RB Leipzig bei Eintracht Trier mit 6:0 gewann. Bei einem weiteren Erfolg gegen die Sachsen würden auf Essen laut derwesten.de Mehreinnahmen von rund 912.755 Euro warten – für einen Drittligisten eine durchaus beachtliche Summe.
Schiedsrichter der Partie war Florian Exner, übertragen wurde das Spiel von Sky. Der Beton-Eklat vor dem Anpfiff zeigt einmal mehr, wie emotional aufgeladen Duelle mit RB Leipzig in der deutschen Fußballlandschaft nach wie vor sind – unabhängig davon, wie die Partie am Ende sportlich ausgegangen ist.
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