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Rote Beeren, giftige Kapseln: Darum lohnt sich im Herbst ein zweiter Blick in den Garten
29. Oktober 2026

Giftige Beeren und Kapseln im Garten: Benny (23) aus Bochum erklärt bei Führungen im Botanischen Garten, welche Pflanzen wirklich gefährlich werden können.

Giftige Herbstfrüchte lauern direkt vor der Haustür

Eibe, Stechapfel, Nachtschatten – klingt nach Dschungel, wächst aber ganz normal in Parks und Gärten in NRW. Gerade im Herbst hängen an vielen Pflanzen giftige Früchte: rote Samenmäntel an der Eibe, schwarze Beeren am Nachtschatten, stachelige Kapseln am Stechapfel. Genau darum dreht sich eine Führung im Botanischen Garten der Ruhr-Universität Bochum, die der Biologiestudent Benjamin Varbelow anbietet.

Wer dahinter steckt: Benny (23) aus Bochum

Benjamin Varbelow, genannt Benny, ist 23 und studiert Biologie an der Ruhr-Uni Bochum. Wie er auf seinem Profil bei myheimat.de schreibt, faszinieren ihn Gifte schon seit seiner Kindheit – erst bei Schlangen, später im Studium dann bei Pflanzen. Mittlerweile sammelt er Samen giftiger Pflanzen, fotografiert sie selbst und schreibt an einem Buch über heimische Giftpflanzen. Sein Fazit dazu, festgehalten auf seinem Profil: Gift ist keine Magie, Gift ist Biologie. Über das sogenannte Giftpflanzen-Projekt bestimmt er außerdem kostenlos Pflanzen per Foto.

Was bei der Führung auf dem Programm steht

Laut der Veranstaltungsseite auf eventfrog.ch dreht sich die rund 90-minütige Tour um mehrere Themen: Welche Pflanzen beim Giftnotruf am häufigsten angefragt werden – und warum die meisten Fälle am Ende harmlos ausgehen. Außerdem geht es darum, wie man die Pflanzen erkennt, womit sie verwechselt werden können und was zu tun ist, wenn Kind oder Hund etwas davon gegessen hat. Auch die klassischen Mordgifte Eisenhut, Stechapfel und Wunderbaum, besser bekannt als Rizinus, kommen zur Sprache.

Ein reiner Frontalvortrag ist das Ganze laut Eventbeschreibung nicht: Fragen und eigene Erfahrungen der Teilnehmenden sind ausdrücklich erwünscht, Vorwissen braucht niemand mitzubringen.

Termine, Treffpunkt und Preise

Die Führungen fanden laut eventfrog.ch an mehreren Terminen zwischen dem 31. Oktober und dem 29. November statt, jeweils samstags und sonntags um 11 Uhr. Treffpunkt war der Haupteingang des Botanischen Gartens am grünen Tor an der N-Südstraße. Der Preis lag bei 10 Euro, für Kinder bei 5 Euro, bezahlt wurde bar vor Ort. Die Gruppengröße war auf höchstens 15 Personen begrenzt, die Führung fand ab vier Anmeldungen statt. Wichtig zu wissen: Es handelt sich laut Veranstalter um ein privates Angebot und nicht um eine offizielle Veranstaltung des Botanischen Gartens selbst.

Warum das Thema mehr Leute interessiert, als man denkt

Auf myheimat.de berichtet Benjamin Varbelow, dass viele der giftigsten Pflanzen Mitteleuropas eben nicht exotisch sind, sondern ganz normal in Bochumer Gärten und Parks stehen – Eibe, Fingerhut und Eisenhut zum Beispiel. Gerade weil Kinder und Hunde im Garten gern mal an Beeren oder Kapseln knabbern, lohnt sich laut seinen Beiträgen ein genauerer Blick auf das, was da eigentlich wächst. Sein Engagement zeigt: Mit ein bisschen Grundwissen lässt sich einiges an Sorge rausnehmen, ohne die Giftpflanzen zu verharmlosen.

Wer sich für das Thema interessiert, findet über das Giftpflanzen-Projekt von Benjamin Varbelow weiterführende Infos, auch außerhalb der Führungstermine.

Quellen


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