Verkauf oder Aus: Bei der Paderborner Brauerei warten über 100 Beschäftigte auf Klarheit. Alle News zur Mitarbeiterversammlung und den Hintergründen bei…
Mehr als 100 Beschäftigte der Paderborner Brauerei warten weiter auf eine klare Ansage zu ihrer Zukunft. Am 28. Oktober gab es dazu eine Mitarbeiterversammlung – und die kam ziemlich pünktlich vor Weihnachten, aber eben auch mit jeder Menge offener Fragen im Gepäck.
Bei dem Treffen wollte Bodo-Joachim Wendenburg, der neue Chef des Warsteiner-Mutterkonzerns, die Belegschaft über den aktuellen Stand der Gespräche mit möglichen Investoren informieren. Eine Konzernsprecherin bestätigte den Termin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, wie come-on.de berichtet. Auch die Neue Westfälische griff das Thema auf und machte deutlich: Seit Monaten warten die Beschäftigten an der Halberstädter Straße auf ein Zeichen aus dem Sauerland.
Eigentlich hatte Warsteiner bis Ende Oktober Infos zum Verkaufsprozess versprochen und eine Entscheidung für den Herbst angekündigt. Was ihr dazu wissen solltet: Schon im Mai wurde klar, dass die Brauerei in Herford im zweiten Halbjahr 2026 schließt. Gleichzeitig will sich der Konzern von der Paderborner Brauerei trennen. Mit beiden Schritten in Ostwestfalen-Lippe reduziert Warsteiner seine Kapazitäten um satte 30 Prozent.
Für Paderborn heißt das konkret: Gelingt kein Verkauf, soll der Betrieb bis zum Jahresende 2026 enden. Keine schöne Aussicht für die rund 120 Menschen, die dort arbeiten.
Immerhin gibt es schon einen Plan B, falls es wirklich hart auf hart kommt. Ende Juli hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten eine Einigung auf einen Sozialtarifvertrag vermeldet. Der gilt für insgesamt 220 Beschäftigte an den Standorten Herford und Paderborn und sieht Abfindungen vor – laut come-on.de bis zu 150.000 Euro pro Mitarbeiter.
Scheitert der Verkauf der Paderborner Brauerei, stehen Kündigungen im Raum. Diese sollten damals frühestens im November verschickt werden. Vor der Versammlung am 28. Oktober hatten bereits mehrere Medien über den anstehenden Termin berichtet.
Fest steht: Die Belegschaft will endlich Klarheit, ob der Standort einen Käufer findet oder ob am Ende doch das Aus droht. Die Versammlung mit dem neuen Warsteiner-Chef war ein erster Schritt, um die offenen Fragen zu klären. Ob daraus eine echte Entscheidung wurde, bleibt abzuwarten – wir bleiben für euch am Ball und halten euch auf dem Laufenden, sobald es handfeste News aus Paderborn gibt.
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