Ab Dezember ändert sich einiges für Bahnreisende in NRW: ICE nach München kehrt zurück, Berlin-Fahrten fallen weg. Alle Infos zum neuen Fahrplan hier.
Bald heißt es wieder umplanen für alle, die regelmäßig mit der Bahn unterwegs sind. Ab dem 13. Dezember gilt der neue Fahrplan der Deutschen Bahn – und der bringt in NRW und OWL einige Veränderungen mit sich. Mal gibt’s gute News, mal müsst ihr euch auf Umwege einstellen. Wir haben euch zusammengefasst, was sich ändert.
Die wohl beste Nachricht zuerst: Die ICE-Verbindung von Paderborn über Warburg nach München kommt zurück. Das berichtet die Neue Westfälische. Laut WDR kommt der Zug aus Köln und könnte damit auch für Reisende aus Dortmund oder Hamm interessant sein. Unterwegs hält er außerdem in Soest, Lippstadt und Altenbeken. Von Paderborn aus seid ihr dann in etwas mehr als vier Stunden in München.
Neu ist außerdem ein früher Zug Richtung Basel, der laut WDR auch Minden (6:13 Uhr), Bielefeld (6:42 Uhr) und Hamm (7:17 Uhr) ansteuert. Dafür fällt im Gegenzug eine frühmorgendliche Verbindung von Düsseldorf nach Basel weg. Am Abend soll es dann wieder einen Zug zurück aus der Schweiz über Westfalen geben.
Nicht überall gibt’s nur gute Nachrichten. Die Neue Westfälische weist darauf hin, dass es auch in Bielefeld zu neuen Einschränkungen kommt. Zudem bestätigt der WDR, dass die Intercity-Verbindung von Münster über Dortmund, Iserlohn und Siegen nach Frankfurt dauerhaft eingestellt bleibt. Die Strecke war bereits im April wegen einer Baustelle unterbrochen worden – wegen zu geringer Auslastung kommt sie nun aber nicht zurück. Wer Richtung Frankfurt will, muss künftig über Köln fahren.
Auch wer aus dem Rheinland Richtung Hauptstadt will, muss sich umstellen. Wie der WDR berichtet, entfallen mehrere Fahrten nach Berlin – betroffen sind unter anderem Verbindungen ab Aachen, Düren, Mönchengladbach und Münster, ebenso der Sprinter von Bonn über Köln nach Berlin. Immerhin: Bonn bekommt 2027 seine Berlin-Verbindung zurück, allerdings mit Umweg wegen einer Baustelle und rund sechs Stunden Fahrzeit.
Besser läuft’s Richtung Belgien: Die Verbindung von Köln über Aachen nach Antwerpen startet laut WDR künftig eine halbe Stunde später um 6:38 Uhr, kommt aber trotzdem zur gewohnten Zeit um 9 Uhr an. Im neuen Jahr sollen zudem mehr Züge nach Brügge und Gent fahren.
Der Bahnhof Siegburg-Bonn wird laut WDR weiterhin 60 Mal täglich angefahren, allerdings verschieben sich einige Verbindungen. Die Züge nach Essen, Nürnberg und München fahren künftig stündlich statt nur alle zwei Stunden. Dafür hält ein anderer Zug Richtung Süden seltener dort.
Gute Nachricht für den Geldbeutel: Die Bahntickets werden zum neuen Fahrplan nicht teurer, wie der WDR berichtet. Seit dem 14. Oktober könnt ihr Tickets für die Zeit nach dem Fahrplanwechsel buchen – auch für die Fahrt zur Familie an Weihnachten. Außerdem kommt ab dem 26. Oktober das Familienticket zurück: Bis zu fünf Personen können damit für 99,99 Euro eine beliebige Strecke im Fernverkehr hin- und zurückfahren, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
Wer öfter mit der Bahn unterwegs ist, sollte sich außerdem auf zahlreiche Baustellen in NRW einstellen. Laut WDR wird 2027 auf mehreren wichtigen Strecken gebaut, etwa zwischen Recklinghausen und Münster, auf der Schnellstrecke Köln–Rhein/Main sowie zwischen Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund. Das kann zu Verspätungen, Umleitungen oder ausfallenden Zügen führen.
Übrigens: Der große Fahrplanwechsel findet laut bahnauskunft.info traditionell immer am zweiten Sonntag im Dezember statt – ein EU-weit einheitlicher Termin. Im Juni gibt’s dann meist nur kleinere Anpassungen.
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