Pöppelmann-Medaille 2026: Heiner Wemhöner und die Stadt Herford wurden für ihr Schaudepot und das Archäologische Fenster am Münster ausgezeichnet.
Normalerweise geht die Pöppelmann-Medaille an Leute, die alte Gebäude in Herford liebevoll saniert haben. Diesmal ist das anders: Der Herforder Verein für Geschichte hat die Auszeichnung an zwei Neubau-Projekte vergeben. Geehrt wurden der Unternehmer und Kunstsammler Heiner Wemhöner sowie die Stadt Herford selbst.
Wemhöner bekam die Medaille für sein Schaudepot – eine Privatsammlung mit zeitgenössischer Kunst, die im Sommer eröffnet wurde. Die Stadt Herford wiederum wurde als Bauherrin für das Archäologische Fenster am Münster ausgezeichnet. Wie Radio Herford berichtet, wird die Pöppelmann-Medaille jedes Jahr an Bürger, Eigentümer oder Institutionen verliehen, die sich beispielhaft für das Herforder Stadtbild eingesetzt haben – egal ob durch gelungene Sanierungen oder durch besonders gute Architektur.
Bei der Übergabe betonte Bürgermeisterin Anke Theisen laut dem Westfalen-Blatt, dass das Archäologische Fenster eine Gemeinschaftsleistung gewesen sei und nicht das Verdienst einer einzelnen Person.
Dass der Herforder Geschichtsverein in diesem Jahr gleich zwei Neubauten auszeichnet, zeigt: Auch moderne Architektur kann einen Platz in der Stadtgeschichte finden. Die Jury und die Preisträger kamen für ein gemeinsames Gruppenfoto zusammen, wie das Westfalen-Blatt dokumentiert.
Für Herford ist das ein schönes Zeichen – gute Architektur muss nicht immer alt sein, um das Stadtbild zu bereichern. Ob Schaudepot oder Archäologisches Fenster: Beide Projekte zeigen, wie Vergangenheit und Gegenwart in der Stadt zusammenfinden können.
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