Großübung am Flugplatz Arnsberg-Menden: Kleinflugzeug-Unfall mit Feuer und Verletzten simuliert, Feuerwehr Voßwinkel und Rettungsdienst im Realeinsatz-Training.
Stell dir vor: Rauch steigt über dem Rollfeld auf, ein Kleinflugzeug steht in Flammen, Menschen sind verletzt. Genau so eine Szene spielte sich am Abend des 27. Oktober 2026 am Flugplatz Arnsberg-Menden ab – zum Glück nur als Übung, aber so realitätsnah geplant, dass die Einsatzkräfte der Löschgruppe Voßwinkel per Funkmeldeempfänger und Handyalarm sofort ausrückten.1
Organisiert wurde das Ganze vom Personal der Flughafenfeuerwehr Paderborn-Lippstadt, dem Flughafenpersonal in Voßwinkel und der örtlichen Löschgruppenführung. Das Szenario: Eine Cessna 182 ist auf dem Weg zur Start- und Landebahn, als plötzlich eine Zivilperson den Weg kreuzt. Das Flugzeug verunglückt, fängt Feuer – die beiden Insassen und die Privatperson sind verletzt.1
Als erstes Fahrzeug war das Sonderlöschfahrzeug des Flugplatzes im Einsatz, ein Mercedes-Benz Unimog mit 1200 Liter Schaummittel und 500 Liter Löschpulver an Bord. Der Mitarbeiter verschaffte sich direkt Zugang zum brennenden Flugzeug und zog die Verletzten raus, legte sie sicher auf der Wiese neben der Landebahn ab.1
Kurz danach war die Löschgruppe Voßwinkel vor Ort, erkundete die Lage noch mal ausführlich, kümmerte sich um die Erstversorgung der Verletzten und löschte das Flugzeug mit einem Schaumangriff. Der Angriffstrupp ging dabei unter schwerem Atemschutz vor. Weil unklar war, ob vielleicht noch eine vierte Person involviert war, durchsuchten weitere Kräfte das Umfeld der Unfallstelle gründlich.1
Nicht lange nach den Feuerwehrkräften trafen auch die ersten Rettungswagen ein – insgesamt zwei waren im Einsatz, besetzt mit Notfallsanitäter-Azubis vom Rettungsdienst der Feuerwehr Arnsberg und vom Rettungsdienst Hagelstein. Unter Aufsicht ihrer Praxisanleiter konnten die Azubis so richtig Erfahrung in Einsatzabarbeitung und Notfallmedizin sammeln.1
Das Verletzungsbild war ordentlich dramatisch angelegt: Der Co-Pilot sollte schwerste Gesichtsverletzungen haben, die kreuzende Zivilperson schwerste innere Verletzungen plus Becken-Trauma. Der Pilot kam im Szenario glimpflich mit einer leichten Schürfwunde davon, die nur ambulant behandelt werden musste.1
Damit auch bei Dunkelheit sicher gearbeitet werden konnte, wurde die komplette Übungsstelle mit Fahrzeug- und mobilen Lichtmasten ausgeleuchtet. Nach rund 80 Minuten war die Übung beendet – mit größtenteils positivem Feedback der Beteiligten. Und weil nach getaner Arbeit bekanntlich der Hunger kommt, gab’s für alle Einsatzkräfte im Anschluss leckeres vom Grill und kalte Getränke, nachdem die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht wurden.1
Ein großes Dankeschön geht an die Organisatoren der Übung sowie an den DRK Kreisverband Arnsberg-Sundern, der die Mimen täuschend echt geschminkt hat, damit die Übung so realistisch wie möglich ablaufen konnte.1
Solche Großübungen zeigen, wie wichtig regelmäßiges Training für den Ernstfall ist – egal ob für die Feuerwehr oder angehende Notfallsanitäter. Am Flugplatz Arnsberg-Menden hat’s jedenfalls geklappt, und alle konnten am Ende erleichtert durchatmen.
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