Von Hexen bis Geistern: Eine zertifizierte Gästeführerin zeigt am Niederrhein gruselige und historische Seiten von Kleve und Umgebung bei Touren und Führungen.
Der Niederrhein ist nicht nur für Spargel, flache Landschaften und gemütliche Radtouren bekannt. Wer genauer hinschaut, findet in Kleve und Umgebung auch die ein oder andere gruselige Geschichte. Birgit van den Boom, zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin für den unteren Niederrhein, nimmt Einheimische und Gäste mit auf Touren, bei denen es nicht nur um schöne Aussichten geht, sondern auch um Hexen, Geister und mysteriöse Todesfälle.
Wie der Arbeitskreis Gästeführer Niederrhein auflistet, bietet Birgit van den Boom unter anderem eine Abendführung durch Kleve mit dem Titel „Vom Spiegelbild des Bösen, Hexen, Geistern, Tod und Teufel“ an. Klingt nach nichts für schwache Nerven, oder? Genau das macht die Tour aber auch so besonders – hier geht’s nicht um die x-te Stadtführung mit Standardfakten, sondern um die dunkleren Kapitel der Klever Geschichte.
Wer’s lieber etwas sportlicher und trotzdem mysteriös mag, ist bei der Radtour „Black Story’s“ genau richtig. Laut dem Arbeitskreis Gästeführer Niederrhein dreht sich dabei alles um die Frage: War es ein Unfall, Selbstmord oder Mord? Fragen, auf die es am Niederrhein offenbar nicht immer eine klare Antwort gibt.
Birgit van den Boom ist aber längst nicht nur auf Gruselthemen spezialisiert. Laut ihrem Profil bei der Genussregion Niederrhein ist sie gebürtige Klevererin und seit rund 40 Jahren im Tourismus unterwegs. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie zunächst beim Fremdenverkehrsamt der Kreisverwaltung Kleve und anschließend bis Mai 2018 in der Tourist-Information der Stadt Kleve. Seit 2010 ist sie als ausgebildete Stadt-, Natur- und Landschaftsführerin am unteren Niederrhein unterwegs und hat seitdem einige Qualifikationen draufgepackt: 2015 kam die Grundausbildung zur Kirchenführerin dazu, 2019 ein BVGD-Zertifikat nach DIN EN 15565, und 2023 schließlich die Zertifizierung zur Natur- und Landschaftsführerin durch die Naturschutzakademie NRW. Seit 2011 ist sie zudem Vorsitzende des Arbeitskreises „Gästeführer Niederrhein“.
Ihr Repertoire ist entsprechend breit: Vom Stadtrundgang durch Kleve über Kirchenführungen in der Stiftskirche St. Mariä Himmelfahrt bis hin zu thematischen Spaziergängen rund um Anna von Cleve ist für jeden Geschmack was dabei. Auch Radtouren durch die niederrheinische Landschaft oder zur Schenkenschanz gehören laut dem Arbeitskreis Gästeführer Niederrhein zu ihrem Angebot, genauso wie Bustouren durch Kleve und Umgebung oder grenzüberschreitend ins benachbarte Holland.
Wer’s lieber auf zwei Rädern und bei Tageslicht mag, kann laut ihrem Eintrag bei der Genussregion Niederrhein an der „Herren-Häuser-Rad-Tour am Niederrhein“ teilnehmen. Dabei geht’s rund 40 Kilometer durch die niederrheinische Landschaft, vorbei an historischen Herrenhäusern mit spannender Architektur. Treffpunkt ist das Eingangsportal zur Schwanenburg in Kleve, die Tour dauert etwa fünf bis sechs Stunden und kostet 15 Euro pro Person. Verpflegung müsst ihr euch allerdings selbst mitbringen.
Ob gruselige Abendführung, historischer Stadtrundgang oder entspannte Radtour – am Niederrhein gibt’s für fast jeden Geschmack ein passendes Angebot. Und wer sich für die schaurigen Seiten der Region interessiert, ist bei Birgit van den Boom und ihren Touren rund um Hexen, Geister und mysteriöse Todesfälle genau richtig. Nähere Infos zu Terminen und Details der einzelnen Führungen gibt’s beim Arbeitskreis Gästeführer Niederrhein.
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