Gebäudebrand in Nideggen-Schmidt: Starke Rauchentwicklung im Obergeschoss, rund 50 Einsatzkräfte verhindern Ausbreitung auf den Dachstuhl.
Am Freitagnachmittag ist in der Nideggener Straße in Nideggen-Schmidt ordentlich was los gewesen. Die Feuerwehr Nideggen wurde zu einem gemeldeten Gebäudebrand alarmiert, nachdem Rauch und Flammen im Bereich eines elektrischen Verteilerkastens gesichtet wurden.1 Klingt erstmal überschaubar, war es aber nicht ganz.
Als die ersten Einsatzkräfte ankamen, zeigte sich schon eine starke Rauchentwicklung aus dem Obergeschoss des Gebäudes. Der Einsatzleiter, der sich zu dem Zeitpunkt noch auf der Anfahrt befand, hat die Lage sofort richtig eingeschätzt und das Einsatzstichwort auf Brand 2 (BD2) hochgestuft. Das bedeutet: mehr Kräfte, mehr Material, volle Power.1
Die gute Nachricht direkt vorweg: Alle Bewohner hatten das Gebäude zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen. Niemand musste also noch gerettet werden, die Feuerwehr konnte sich voll auf die Brandbekämpfung konzentrieren.1
Zwei Trupps unter Atemschutz rückten mit einem C-Rohr vor, um die Flammen in den Griff zu bekommen. Danach wurde das ganze Gebäude gründlich durchsucht – mit dabei: eine Wärmebildkamera, um auch wirklich jedes Glutnest und jede versteckte Brandstelle aufzuspüren. Was gefunden wurde, wurde direkt gezielt abgelöscht.1
Und genau dieses schnelle, gezielte Eingreifen hat den Unterschied gemacht: Eine Brandausbreitung auf den Dachstuhl konnte verhindert werden. Das hätte sonst richtig böse enden können.1
Nach der Brandbekämpfung und ausführlichen Nachkontrollen wurden die Atemschutztrupps am Gerätewagen Hygiene dekontaminiert – ganz normaler Ablauf nach so einem Einsatz.1
Für die Bewohner heißt es jetzt erstmal: Koffer packen woanders hin. Wegen der Brandschäden und weil aktuell keine Stromversorgung vorhanden ist, ist das Gebäude nicht bewohnbar. Die Bewohner kümmern sich eigenständig um eine andere Unterkunft.1 Was genau die Ursache für den Brand war, klärt jetzt die Kriminalpolizei. Zur Höhe des Sachschadens kann die Feuerwehr aktuell noch keine Angaben machen.1
Dass der Einsatz so glimpflich ausgegangen ist, lag auch an der schieren Manpower vor Ort: Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte im Einsatz. Aus Nideggen selbst rückten die Löschgruppen Abenden, Berg, Embken-Muldenau, Nideggen, Schmidt und Wollersheim an, unterstützt wurde das Ganze vom Feuerschutztechnischen Zentrum des Kreises Düren.1
So ein Zusammenspiel zeigt mal wieder, wie wichtig eine gut vernetzte Feuerwehr-Struktur in der Region ist. Ohne das schnelle Handeln aller Beteiligten hätte der Brand sich leicht auf den gesamten Dachstuhl ausbreiten können – mit deutlich größerem Schaden. So konnte zumindest Schlimmeres verhindert werden, auch wenn das Gebäude vorerst nicht bewohnbar bleibt.
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