Auf Camp Hitfeld in Aachen versammelten sich hunderte Menschen mit rund 150 Fahrzeugen. Die Polizei prüft vor Ort den Verdacht auf Hausfriedensbruch.
Auf dem ehemaligen Militärgelände Camp Hitfeld im Aachener Süden hat die Polizei am Samstag, den 31. Oktober, einen größeren Einsatz gestartet. Grund dafür war eine Ansammlung von zahlreichen Menschen, die sich bereits in der Nacht auf dem Gelände versammelt hatten. Anwohner hatten die Polizei am Samstagmorgen über die ungewöhnliche Situation informiert, wie die Aachener Zeitung berichtet.
Nach Informationen der Aachener Zeitung sind in der Nacht mehrere Hundert Menschen mit rund 150 Fahrzeugen auf das Gelände gekommen. Darunter sollen sich auffällig viele Wohnmobile und Wohnwagen mit französischen und belgischen Kennzeichen befinden. Die Polizei hat diese Zahlen bislang nicht offiziell bestätigt, geht aber davon aus, dass sich tatsächlich viele Menschen auf dem Areal aufhalten. Wie 100,5 DAS HITRADIO berichtet, prüft die Polizei vor Ort die Situation und geht unter anderem dem Anfangsverdacht des Hausfriedensbruchs nach. Das Gelände befindet sich im Besitz der Landmarken-Gruppe.
Die eingesetzten Beamten kontrollieren Personen, die das Gelände verlassen wollen. Aus der Gruppe selbst heißt es laut Aachener Zeitung, man sei lediglich zum „Party machen“ nach Camp Hitfeld gekommen.
Brisant wird die Lage durch den zeitlichen Zusammenfall mit dem bundesweiten Protesttag des Bündnisses „Gen Z regelt“. Auch in Aachen war für Samstagnachmittag eine Demonstration in der Innenstadt geplant. Die Polizei Aachen möchte laut Aachener Zeitung sicherstellen, dass sich keine gewaltbereiten Personen aus der Gruppe auf Camp Hitfeld in Richtung Innenstadt begeben und sich dort den Protesten anschließen. Ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen der nächtlichen Ansammlung und dem Protesttag besteht, war zunächst unklar.
Zusätzlich zur Situation auf dem Gelände war die Polizei am Samstagmorgen auch auf der A44 zwischen Lichtenbusch und Aachen-Brand im Einsatz. Dort befand sich eine Person auf der Fahrbahn, und zwar in Höhe von Camp Hitfeld. Ob dieser Vorfall mit der Menschenansammlung auf dem ehemaligen Militärgelände in Verbindung steht, konnte die Polizei nach Angaben von 100,5 DAS HITRADIO zunächst nicht bestätigen.
Zusammenfassend zeigt sich: Die Ereignisse rund um Camp Hitfeld werfen am Samstagmorgen mehr Fragen auf, als bislang beantwortet werden konnten. Weder die genaue Zahl der Menschen und Fahrzeuge noch ein möglicher Zusammenhang mit dem Protesttag „Gen Z regelt“ oder dem Vorfall auf der A44 sind offiziell bestätigt. Die Polizei bleibt vor Ort, um die Situation weiter zu klären.
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