Großer Polizeieinsatz in Münster am Halloween-Wochenende: 1.700 Teilnehmende bei Demo, Pyrotechnik und Strafanzeigen. Die Polizei zieht jetzt Bilanz.
Erst Köln, jetzt Münster: Während am Halloween-Wochenende schon in Köln ein riesiger Polizeieinsatz wegen einer Groß-Demo und den üblichen Halloween-Feiern anstand, wie wir euch bereits in einem früheren Beitrag berichtet haben, gab’s auch in Münster einiges los. Dort hat die Polizei am Samstag (31.10.) eine Versammlung im Innenstadtbereich begleitet – und zieht jetzt Bilanz.1
Unter dem Motto „Gen Z regelt: Gegen Wehrpflicht, kaputte Schulen, Rechtsruck, Sozialkürzungen“ sind ab 14 Uhr in der Spitze rund 1.700 Menschen vom Hafenplatz bis zur Stubengasse gezogen. Damit war deutlich mehr los als vielleicht gedacht, aber die Polizei war auf die hohe Teilnehmerzahl vorbereitet.1 Klingt fast ein bisschen nach dem, was auch in Köln erwartet wurde, wo die Behörden mit rund 15.000 Teilnehmenden bei einer ähnlichen Versammlung zum Thema Bildung, Wehrpflicht und bezahlbares Wohnen rechneten.2
Wegen der vielen Leute in Münster kam es kurzzeitig zu Verkehrsbeeinträchtigungen – nichts Dramatisches, aber spürbar für alle, die an dem Nachmittag unterwegs waren. Gegen 16:45 Uhr war der Spuk dann auch schon wieder vorbei, die Versammlung wurde beendet. Insgesamt verlief das Ganze überwiegend friedlich.1
Ganz ohne Zwischenfälle ging’s aber nicht über die Bühne. Während der Demo wurden die Einsatzkräfte auf Pyrotechnik aufmerksam – die Tatverdächtigen sind bislang unbekannt, bekommen aber eine Strafanzeige. Verletzt wurde zum Glück niemand.1
Nach Ende der Versammlung kam dann noch ein Hinweis rein: Offenbar sollen Teilnehmende den Ausruf „From the river to the sea“ skandiert haben. Die Polizei hat deswegen Ermittlungen aufgenommen und eine Strafanzeige gefertigt.1
Auch in Köln war im Vorfeld schon klar: Die Gruppe „GenZ Regelt“ hat zwar eine Geschichte friedlicher Proteste, aber die Polizei blieb trotzdem wachsam, weil es auch Anzeichen für mögliches Gewaltpotenzial gab. Deshalb war dort besonders rund um das Konrad-Adenauer-Ufer eine starke Präsenz geplant, um bei den üblichen Halloween-Feiern und der Demo gleichzeitig für Sicherheit zu sorgen.2 In Münster lief’s am Ende glimpflicher ab, als man es vielleicht nach den Kölner Vorbereitungen hätte erwarten können.
Unterm Strich zieht die Polizei Münster trotz der zwei Strafanzeigen eine positive Bilanz. Der Schutz der Versammlungsfreiheit war gewährleistet, und Beeinträchtigungen für Unbeteiligte konnten auf ein Minimum reduziert werden.1 Für alle, die am Samstag in der Stadt unterwegs waren: Ihr habt’s vermutlich mitbekommen, wenn ihr in der Nähe vom Hafenplatz oder der Stubengasse unterwegs wart – aber größere Dramen blieben zum Glück aus.
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