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Nach der Demo die Randale: So eskalierte die Nacht in Köln
1. November 2026

Nach der „Gen Z regelt“-Demo eskalierte es in Köln: Wasserwerfer, Verletzte und Randale. Die Polizei sucht jetzt Zeugen über ein neues Hinweisportal.

Von friedlicher Kundgebung zu Chaos in der Innenstadt

Wir hatten euch schon in einem früheren Beitrag erzählt, dass sich Köln auf einen Großeinsatz bei der „Gen Z regelt“-Demo an Halloween vorbereitet. Jetzt ist klar: Die Befürchtungen der Polizei haben sich leider bewahrheitet. Was als Protest für mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und psychotherapeutische Versorgung begann, endete in Randale mitten in der Kölner Innenstadt.1

Das ist nach der Demo passiert

Die Kundgebung am Konrad-Adenauer-Ufer startete am Samstagnachmittag und wurde gegen 16 Uhr von der Versammlungsleiterin offiziell beendet, weil vermummte Teilnehmer auftauchten und Pyrotechnik gezündet wurde. Kurz danach eskalierte die Lage richtig: Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen gewaltbereite Gruppen ein, nachdem Einsatzkräfte mit Böllern und Feuerwerkskörpern angegriffen worden waren. Auch am Kölner Dom ging’s heiß her – Demonstranten versuchten, mit E-Scootern und Leihfahrrädern Straßensperren zu bauen, während Parolen wie „Free Palestine“ und „Merz leck Eier“ über die Domplatte hallten.1

Am Ende waren mehrere hundert Menschen am Thürmchenswall von der Polizei eingekesselt, ihre Personalien wurden festgestellt. Die Betroffenen mussten teils stundenlang ausharren, wurden mit Getränken versorgt und es wurden sogar mobile Toiletten aufgestellt. Nach Angaben der Polizei zeichnet sich ab, dass es nicht nur bei Verstößen gegen das Versammlungsgesetz blieb – auch Hausfassaden und Streifenwagen wurden beschädigt.1

Polizei sucht jetzt Zeugen

Weil die Beweislage noch lückenhaft ist, hat die Kölner Polizei inzwischen ein Online-Hinweisportal eingerichtet. Wer Videos oder Fotos von den Vorfällen hat, kann die dort unter dem Stichwort „Köln-GenZ-31.10.2026″ hochladen. Die Polizei fragt dabei ausdrücklich nicht nur nach dem Geschehen rund um die eigentliche Versammlung, sondern nach allem, was in der Halloweennacht in der Innenstadt abgelaufen ist. Plünderungen gab es laut aktuellem Stand zum Glück nicht.1

Scharfe Worte vom Polizeipräsidenten

Kölns Polizeipräsident Johannes Hermanns hat sich klar positioniert: „Es ist traurig und trifft mich sehr, dass junge Menschen, die friedlich für ihre Zukunft demonstrieren wollten, heute von Extremisten unterwandert wurden, die nichts anderes als Gewalt im Sinn hatten“, sagte er der dpa. Er betonte außerdem, dass bei vermummten Personen Molotow-Cocktails und Nothämmer sichergestellt wurden – wofür die wohl gedacht waren, muss man nicht extra erklären.1

Nicht alle sehen den Polizeieinsatz so. Die Linke wirft der Kölner Polizei ein unverhältnismäßiges Vorgehen vor und kritisiert vor allem den frühen Einsatz der Wasserwerfer. Die Kölner Bundestagsabgeordnete Lea Reisner fordert deshalb lückenlose Aufklärung vom Innenministerium. Hermanns weist die Kritik zurück und ist überzeugt: Ohne das harte Durchgreifen hätte Köln Bilder wie aus Paris oder Mailand produziert.1

Wie geht’s weiter?

Schon am 20. November will „Gen Z regelt“ wieder in Köln aufschlagen – dann soll laut einer Rednerin sogar „Köln lahmgelegt“ werden. Die Polizei hatte sich vorab, wie wir euch berichtet haben, mit einem großen Aufgebot und einer eigenen Bürger-Hotline auf den Halloween-Einsatz vorbereitet, um das Recht auf friedlichen Protest zu schützen und gleichzeitig die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.2 Ob das beim nächsten Mal wieder reicht, wird sich zeigen. Für euch heißt es also: Augen offen halten, wenn ihr am 20. November in der Kölner Innenstadt unterwegs seid.

Quellen

  1. Newsblog zu „Gen Z regelt“ in Köln: Unruhen in Innenstadt – Polizei sucht Zeugen
  2. Köln rüstet sich: Großeinsatz bei „Gen Z regelt“-Demo an Halloween


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